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Windparks in Deutschland

Die Nordsee ist die Wiege und das Herzstück der europäischen Offshore Windenergie. Die Nutzung und der weitere Ausbau der Offshore-Windenergie finden in deutschen Gewässern vornehmlich außerhalb der 12-Seemeilen-Zone in der ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) statt. Ein Großteil der bereits ans Netz angeschlossenen, in Bau befindlichen bzw. geplanten Projekten liegt damit in den Hochseegewässern der deutschen Nord- und Ostsee.

Offshore Windenergie: Annäherung mit Near-Shore-Projekten

Die ersten Offshore-Pilot-Projekte in Deutschland wurden als Near-Shore-Anlagen in den Jahren 2004 (Enova Offshore Ems-Emden), 2006 (Offshore-Anlage Rostock) und 2008 (Hooksiel) in Betrieb genommen, bevor im Jahr 2010 mit dem Offshore-Testfeld alpha-ventus Deutschlands erster Hochsee-Windpark folgte.

 

Deutschland Karte

Bild: Deutschlandkarte mit Offshore-Projekten in der Nord- und Ostsee

Ausbau-Dynamik in Deutschland zieht 2017 wieder an

Im Jahr 2016 hat der Ausbau der Offshore-Windenergie wieder einen konstanten Wachstumspfad eingeschlagen, nachdem 2015 durch netzbedingte Nachholeffekte ein Rekordzubau zu verzeichnen war. Insgesamt wurden 2016 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Gesamtkapazität von knapp 820 MW ans Netz angeschlossen. Zwei Windparks mit einer Leistung von rd. 580 MW wurden 2016 offiziell in Betrieb genommen.

Im Jahr 2017 sind nach den vorliegenden Angaben rd. 220 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von etwa 1.250 MW ans Netz gegangen. In der Nordsee sind die vier Offshore-Windprojekte Sandbank (288 MW, zum Teil schon 2016 in Betrieb), Veja Mate (402 MW), Nordergründe (111 MW) und Nordsee One (332 MW) fertiggestellt und vollständig in Betrieb genommen worden. In der Ostsee ist nach Betreiber-Angaben der Offshore-Windpark Wikinger (350 MW) ans Netz gegangen. Damit sind in Deutschland Ende 2017 Offshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von über 5.300 MW in Betrieb.

Fünf Offshore-Windparks 2018 in Bau

Mit den Nordsee-Offshore-Parks Merkur Offshore, Hohe See, Albatross und Borkum Riffgrund 2 sowie dem Ostsee-Park Arkona befinden sich aktuell fünf weitere Projekte mit einer Leistung von etwa 1.850 MW in der Bauphase. Für zwei weitere Projekte (Trianel Windpark Borkum II und Deutsche Buch) mit einer Leistung von etwa 450 MW liegt die finale Investitionsentscheidung vor. Bis 2020 ist gesetzlich ein Ausbau der Offshore-Windenergie bis zu einer Kapazität von 7.700 MW möglich.

 

Windparks im Teilbetrieb / Bau - Stand: Mai 2018

 

Jahr

      Offshore-Windpark

Leistung (MW)

Status Plan





2018        
         
        Borkum Riffgrund 2 450 im Bau 2019
        Albatros 112 im Bau  2019
        Hohe See 497 im Bau  2019
        Arkona 385 im Bau  2019
        Merkur Offshore 396 im Bau  2019
         
         

Stand: 09.05.2018
Angaben der Betreiber
 

 


Windparks in Betrieb - Entwicklung der Offshore-Windenergie in Deutschland

 

Jahr

      Offshore-Windpark

Leistung (MW)




2017    
       Wikinger 350
       Nordsee One 332
       Nordergründe 111
       Veja Mate 402
       Sandbank 288



2016    
       Gode Wind 2 252
       Gode Wind 1 330



2015   
   
        Amrumbank West a 302
        Riffgrund 1 312
        Butendiek 288
        Trianel Windpark Borkum 200
        Nordsee Ost 295
        Dan Tysk 288
        Global Tech 1 400
        Baltic 2 288



2014    
        Meerwind Süd / Ost 288
        Riffgat 113



2013    
        Bard Offshore 1 400



2011    
        Baltic 1 48



2010    
        alpha ventus 60



2008    
        Hooksiel (Pilot-WEA, Rückbau im ersten Halbjahr 2016) (5)



2006    
        Breitling (Pilot-WEA) 2,5



2004    
        Offshore Project Ems-Emden (Pilot-WEA) 4,5
     



Gesamt (Windparks in Betrieb)
rd. 5.350 MW
     
   
   

Stand: 12.04.2018
Angaben der Betreiber

a = ursprünglicher Inbetriebnahmewert laut Betreiber 288 MW, nachträglich Angabe einer Leistungserweiterung

Hinweis: Offshore-Windparks werden über einen längeren Zeitraum realisiert. Die aufgeführten Jahreszahlen geben das offizielle Inbetriebnahmejahr des jeweiligen gesamten Windparks an. Statistische Abweichungen von den veröffentlichten Offshore-Jahres-Zubaubauzahlen können sich durch Teil-Realisierung von Offshore-Windparks in einem Kalenderjahr ergeben.

 

 

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