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RWE weiht Offshore-Windpark Nordsee Ost offiziell ein

Hamburg - Der Offshore-Windpark Nordsee Ost wird im Rahmen des G7-Energieminister-Treffens offiziell eingeweiht. Der Windpark mit einer installierten Leistung von 295 Megawatt soll rechnerisch rund 320.000 Haushalte mit Strom versorgen. Auch die EU hat einige Millionen Euro in das Projekt gesteckt.

Bei der Einweihung waren Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel mit seinen Minister-Kollegen der G7-Staaten, sowie RWE-CEO Peter Terium und Mel Kroon, Vorstandsvorsitzender von Tennet, u.a. mit von der Partie. Die Einweihung wurde auf der Konverterplattform Helwin Alpha in der deutschen Nordsee vollzogen.

Terium: RWE wird 2015 die Nummer drei im Offshore-Windmarkt

Der Windpark Nordsse Ost besteht aus insgesamt 48 Senvion-Anlagen mit je 6,15 MW Leistung und liegt etwa 35 Kilometer nördlich von Helgoland. RWE geht von knapp 3.400 Volllaststunden pro Jahr aus, so dass der Offshore-Windpark rund eine Milliarde Kilowattstunden jährlich erzeugen soll. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte: „Offshore-Windenergie ist für das Gelingen der Energiewende ein strategisch wichtiger Baustein in der Energie- und Klimapolitik Deutschlands. Windenergie auf See trägt mit einer kontinuierlichen Einspeisung und hohen Stromerträgen maßgeblich zu einer diversifizierten und damit sicheren Energieversorgung bei.“ RWE-Chef Peter Terium betonte die wichtige Rolle, die erneuerbare Energien für den Konzern spielen. RWE werde in diesem Jahr die Nummer drei auf dem europäischen Offshore-Markt sein, so Terium.

EU gibt 50 Millionen Euro für Nordsee Ost

RWE hat über eine Milliarde Euro in den Bau dieses Windparks investiert. Auch die Europäische Union hat die Realisierung von Nordsee Ost als eines der „Leuchtturmprojekte“ im Bereich erneuerbaren Energien mit insgesamt 50 Millionen Euro unterstützt.

Die Errichtung erfolgte vom Basishafen in Bremerhaven aus. Ebenso wie die Fundamente wurden auch die Turmsegmente, Gondeln und Rotorblätter auf der Fläche des Eurogate-Containerterminals gelagert, vormontiert und auf die Installationsschiffe „Victoria Mathias“ und „Friedrich Ernestine“ verladen. Während der Installation der Fundamente und Turbinen haben die eingesetzten Schiffe laut RWE eine Strecke von 137.000 nautischen Meilen (etwa 250.000 km) zurückgelegt, genug, um sechs Mal um die Erde fahren.

Weitere Offshore-Parks bei RWE in der Planung und im Bau

Bei RWE tut sich in Sachen Offshore-Windenergie aber noch mehr: Im Juni wird der Konzern den britischen Windpark Gwynt y Môr mit einer installierten Leistung von 576 MW vor der walisischen Küste einweihen. Das Projekt wurde zusammen mit den Stadtwerken München und Siemens realisiert.
In der deutschen Nordsee entwickelt RWE Innogy (Anteil 15 Prozent) gemeinsam mit dem Partner Northland Power (Anteil 85 Prozent) auch die Windparks Nordsee One, 2 und 3. Diese Windkraftwerke sind mit insgesamt rund 1.000 MW installierter Leistung das größte geplante Offshore-Projekt vor der deutschen Küste. 40 Kilometer nördlich der Nordseeinsel Juist soll im Jahr 2016 mit dem Bau der Offshore-Komponenten für das erste Teilprojekt Nordsee One begonnen werden. Der kommerzielle Betrieb ist für Ende 2017 geplant.

© IWR, 2015

11.05.2015

 



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