Doggerbank: RWE beginnt Bau des britischen Offshore Windparks Sofia
Essen - Der Essener Energieversorger RWE hat mit dem Bau des riesigen 1,4 GW Offshore Projekts Sofia in Großbritannien begonnen. Für RWE ist es das derzeit größte im Bau befindliche Erneuerbare-Energien-Projekt.
Im Jahr 2010 hatte ein Konsortium aus vier Energieunternehmen – darunter RWE – im Rahmen der sogenannten „Leasing Round 3“ die Rechte für die Entwicklung von Offshore-Windenergie auf dem britischen Teil der Dogger Bank erhalten. 2015 erteilte die britische Regierung die Genehmigung zur Entwicklung des Projekts Sofia.
2019 hat RWE dann für Sofia in einer Auktion zur Förderung von Erneuerbaren Energien in Großbritannien einen Contract for Difference (CfD) erhalten und einen Preis von 39,65 Britischen Pfund je Megawattstunde (in Preisen von 2012) erzielt. Das sind umgerechnt 46,23 Euro pro MWh bzw. 4,6 ct/kWh.
Im März 2021 hat RWE die finale Investitionsentscheidung für das Projekt getroffen und damit den Weg für die Gesamtinvestition in Höhe von rund 3 Milliarden Britischen Pfund (akt. 3,5 Mrd. Euro) freigemacht.
Mit dem heutigen (11.06.2021) offiziellen Start des Projekts beginnen die Vorbereitungsarbeiten an Land in Teesside im Nordosten Englands. Dort errichtet GE Grid Solutions ab Anfang 2022 eine Hochspannungs-Gleichstrom-Konverterstation. Dann sollen auch die Arbeiten an der sieben Kilometer langen Kabeltrasse an Land aufgenommen werden.
Der Offshore-Windpark Sofia hat eine installierte Leistung von 1,4 GW (1.400 MW) und befindet sich auf der Doggerbank, 195 km vor der Nordostküste Großbritanniens. Die Arbeiten auf See sollen 2023 beginnen, die endgültige Fertigstellung des riesigen Windparks mit 100 Anlagen der 14 MW-Spitzenklasse von Siemens Gamesa wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.
Das RWE-Projekt Sofia ist ein Teilgebiet des riesigen Offshore-Clusters in Großbritannien. Die Teilgebiete A bis C werden vom Joint Venture zwischen Equinor und SSE Renewables errichtet, das vierte Cluster (Sofia) baut RWE (vormals Innogy) alleine.
© IWR, 2026
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