Bedarfsgesteuerte Nachtkennzeichnung: Parasol optimiert Empfänger im BNK-System
Reußenköge - Die auf Systeme zur bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) von Windenergieanlagen spezialisierte Parasol GmbH & Co. KG hat bei der neuen Generation der Empfangseinheiten seines Passiv-Radar-Systems Parasol die Detektionsmöglichkeiten der Flugobjekte optimiert. Zudem wurde der Wirkraum des BNK-Systems erweitert, so dass weitere Anlagen mit aufgenommen werden können. Nach dem ersten Projekt in Reußenköge werden in Dithmarschen in einem weiteren Projekt gerade die ersten Komponenten des aktualisierten Systems installiert und gehen danach unmittelbar in die Anerkennungsphase durch die Deutsche Flugsicherung (DFS). Das Parasol-System kann nach Angaben des Unternehmens sofort eingesetzt werden, da es als Passiv-Radar-System keine Frequenzzuteilung benötigt und zudem keine zusätzlichen Emissionen erzeugt.
Parasol bietet zudem ab sofort die Möglichkeit an, einen Bereitstellungsvertrag abzuschließen. Bei diesem Modell bleibt die Parasol GmbH & Co. KG selbst Eigentümer des BNK-Systems und ist gleichzeitig auch Betreiber des Systems. Auch der Aufwand für die Service- und Wartungsarbeiten liegt dann komplett bei Parasol. Die Betreiber von Windenergieanlagen können dadurch die Zuständigkeit für den Erhalt und Betrieb des Passiv-Radar-Systems vollständig an Parasol übergeben und müssen das System nicht selbst erwerben. Einmalige Errichtungskosten sowie eine jährliche Bereitstellungsgebühr bilden die finanzielle Grundlage, die entsprechend abhängig ist von der Anzahl der überwachten Windenergieanlagen.
Parasol verspricht sich von dieser Variante mehr Bewegung in den Markt zu bringen, der durch die langwierigen Gesetzesverhandlungen und AVV Änderungsdiskussionen gehemmt sei. Die Fristverlängerung um ein weiteres Jahr auf den 30.06.2021 sollte konstruktiv genutzt werden, um durchzustarten und weitere Zeichen zu setzen und so die Akzeptanz der Windenergie zu steigern, so Parasol Geschäftsführer Claas Arlt.
© IWR, 2026
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