Ørsted-Joint-Venture sichert sich Projektrechte in Irland: Ørsted und ESB erhalten Zuschlag für irischen 900 MW-Offshore-Windpark
Fredericia (Dänemark) - Das Gemeinschaftsunternehmen von Ørsted und ESB hat vom irischen Ministerium für Klima, Energie und Umwelt den Zuschlag für die vorläufigen Rechte zur Entwicklung des Offshore-Windstandorts Tonn Nua vor der Küste von County Waterford in Irland erhalten.
Tonn Nua wurde von der irischen Regierung als einziger Standort für Bieter im Rahmen des Offshore Renewable Electricity Support Scheme (ORESS) Tonn Nua, der zweiten Offshore-Windauktion Irlands, ausgewiesen. Der Standort erstreckt sich über 306 km2 und ist für einen 900-MW-Offshore-Windpark mit festen Fundamenten vorgesehen.
Die Auktion bietet einen teilweise indexierten 20-jährigen Contract for Difference (CfD) sowie das Recht, eine Meeresbodenlizenz und einen Netzanschluss zu beantragen. Die endgültige Investitionsentscheidung wird laut Ørsted voraussichtlich um das Jahr 2031 getroffen, der erste Strom soll Mitte der 2030er Jahre erzeugt werden.
Alana Kühne, Leiterin Region Europa Development bei Ørsted, erklärte: „Offshore-Wind wird eine wichtige Rolle im zukünftigen irischen Energiesystem spielen und grüne, bezahlbare sowie sichere Energie gewährleisten. Wir werden weiterhin gemeinsam mit unserem Partner ESB diese frühphasige Entwicklungsmöglichkeit sorgfältig prüfen und vorantreiben.“
Jim Dollard, Executive Director Generation & Trading bei ESB, sagte: „ESB freut sich über das Ergebnis der ORESS Tonn Nua-Auktion. Sie sichert einen klaren Weg für die Entwicklung eines bedeutenden Projekts vor der Küste von County Waterford und markiert einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Irlands erneuerbarer Energie- und Netto-Null-Ziele.“
Das Projekt befindet sich in einer frühen Entwicklungsphase. Die nächsten Schritte umfassen die Beantragung einer Maritime Area Consent und einer Marine Usage Licence bei der Irish Maritime Area Regulatory Authority für Vermessungen und Bewertungen. EirGrid wird die Übertragungsanlagen errichten. Der Offshore-Windpark Tonn Nua muss gemäß den CfD-Bedingungen spätestens bis zum 1. Januar 2037 in Betrieb sein.
Tonn Nua ist der erste Offshore-Windstandort, den das 2023 gegründete 50/50-Joint-Venture von Ørsted und ESB in Irland in die Auktion brachte und markiert einen strategischen Meilenstein für den Ausbau erneuerbarer Energie im Land.
Die Ørsted-Aktie gibt heute Vormittag leicht nach und notiert aktuell mit einem Minus von 0,3 Prozent bei 17,56 Euro.
© IWR, 2026
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