Dänisches Windenergie-Pilotprojekt zur Nachtkennzeichnung : Lightguard simuliert und testet BNK-System erfolgreich in Dänemark
Dresden - Die Lightguard GmbH hat ihr System zur Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung (BNK) erstmals unter den geplanten regulatorischen Bedingungen in Dänemark getestet. Im Windpark Sønder Bork erreichte das System über einen sechsmonatigen Auswertungszeitraum eine Verfügbarkeit von 98,7 Prozent. Rechnerisch hätte die Hindernisbefeuerung der fünf Windenergieanlagen während 97,4 Prozent der Zeit ausgeschaltet bleiben können.
Mit der Bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung wird die rote Hindernisbefeuerung von Windenergieanlagen nur aktiviert, wenn sich ein relevantes Flugobjekt nähert. In Dänemark befindet sich die gesetzliche Grundlage für den Einsatz von BNK noch in Vorbereitung. Deshalb lief das Pilotprojekt ausschließlich im Berichtsmodus: Die Befeuerung blieb eingeschaltet, mögliche Abschaltzeiten wurden auf Basis der erfassten Flugbewegungen simuliert. Nach Angaben von Lightguard arbeiten die dänischen Behörden derzeit am finalen Gesetzentwurf, der Ende 2026 verabschiedet werden soll.
Eine technische Besonderheit des Projekts war die Position des Empfängers für die Transpondersignale. Während solche Receiver in deutschen Windparks üblicherweise in 80 bis 175 Metern Höhe installiert werden, befand sich die Antenne in Sønder Bork lediglich rund fünf Meter über dem Boden. Dennoch konnten Flugobjekte auch auf der nach den geplanten dänischen Anforderungen relevanten Mindesthöhe von 300 Fuß beziehungsweise rund 91 Metern erfasst werden.
Der Receiver wurde Anfang März 2026 installiert und das System am 9. März in Betrieb genommen. Lightguard will die Befeuerung in Sønder Bork nach Inkrafttreten der gesetzlichen BNK-Regelung tatsächlich bedarfsgesteuert schalten. Nach Unternehmensangaben hat Lightguard in Deutschland bereits mehr als 3.500 Windenergieanlagen mit BNK ausgestattet und deren dauerhafte Nachtkennzeichnung abgeschaltet.
© IWR, 2026
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18.09.2026



