Windstromerträge: Windjahr 2021 unterdurchschnittlich - Windjahr 2022 mit erfolgreichem Start
Reppenstedt - Die Anemos Gesellschaft für Umweltmeteorologie mbH aus dem niedersächsischen Reppenstedt hat den „Wind und Ertragsindex Report 2021“ veröffentlicht.
Das Dienstleistungsunternehmen im Bereich Windenergie gibt in dem Report einen detaillierten Einblick auf das vergangene Windjahr 2021, das im Vergleich zu den letzten beiden Jahren deutlich unterdurchschnittlich abgeschnitten hat. Demnach ergibt sich für eine typische 3 MW Windenergieanlage nach den beiden überdurchschnittlichen Jahren 2019 mit 104,7 Prozent und 2020 mit 106,3 Prozent für 2021 ein Wert von 88,7 Prozent.
Anemos bietet den Ertragsindex europaweit mit Zellen von 10 x 10 km² an und hat diese für eine noch höhere Genauigkeit in Deutschland auf 3 x 3 km² verkleinert. Zudem wurde für Deutschland eine Jahresgangkorrektur entwickelt um die so häufig benötigte Jahresverteilung noch besser abzubilden. Der Anemos Ertragsindex wird monatlich mit 10 - 12 Tagen Nachlauf aktualisiert. Auf Wunsch ist auch die Berechnung eines standortgenauen Index (25 x25 m²) mit individueller Leistungskennlinie und Nabenhöhe möglich.
Im Vergleich zu 2021 ist das Windjahr 2022 dagegen sehr gut gestartet. Insgesamt wurden seit Jahresanfang bis heute in Deutschland 20,9 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Windstrom in das Stromnetz eingespeist (Stand: 07.02.2022). Das geht aus einer IWR-Auswertung auf der Basis der Netto-Einspeisung in die Stromnetze von Daten der deutschen und europäischen Netzbetreiber hervor. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht die diesjährige Erzeugung bislang einem Plus von 40 Prozent. Mit rd. 17 Mrd. kWh entfällt seit Jahresbeginn 2022 der Großteil der eingespeisten Windstrommengen auf Windenergieanlagen an Land (+ 43 Prozent), aus Offshore-Windenergieanlagen wurden rd. 3,9 Mrd. kWh (+ 28 Prozent) eingespeist.
© IWR, 2026
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07.02.2022



