Schottland: Vattenfall errichtet Offshore-Fundamente nahezu geräuschlos
Aberdeen - Der Energieversorger Vattenfall errichtet erstmmals einen kompletten Offshore-Windpark auf Stahlfundamenten, die mit Hilfe der so genannten „Suction-Bucket“-Technologie geräuscharm im Meeresboden verankert werden.
Derzeit werden die elf Fundamente für den Offshore-Windpark Aberdeen Bay in Schottland errichtet. Die Jacket-Fundamente inklusive der „Saugeimer“ sind jeweils bis zu 80 Meter hoch und wiegen bis zu 1.800 Tonnen je Fundament. Das Prinzip der "Suction Bucket"-Technik stammt aus der Öl- und Gasindustrie: Die Jacket-Fundamente, die auf riesigen, bis zu 13 Meter hohen, umgedrehten Eimern stehen, werden zunächst auf dem Meeresboden (in Wassertiefen von 19 bis 32 Meter) abgestellt. Anschließend wird das Wasser aus den Eimern herausgepumpt. Durch das Gewicht der Fundamente und den Wasserdruck „saugen“ sich die Fundamente dann im Meeresboden fest.
Der Offshore-Windpark Aberdeen Bay hat eine installierte Leistung von insgesamt 92,4 Megawatt (MW). Zum Einsatz kommen 11 Windenergieanlagen der neuesten Baureihe mit der bislang größten verfügbaren Leistung von 8,4 MW je Turbine. Neben den neuen Gründungsstrukturen wird der in Aberdeen Bay erzeugte Strom auch erstmals über 66-kV-Seekabel gesammelt und an Land transportiert. Im Vergleich zu der bisher eingesetzten 33-kV-Technologie lassen sich dadurch Übertragungsverluste verringern.
© IWR, 2026
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26.03.2018



