Radioaktivität bei AKW-Wartungsarbeiten: Zwischenfall im Atomkraftwerk Cattenom - Strahlendosis-Grenzwert bei Mitarbeiter überschritten
Paris - Im französischen Kernkraftwerk Cattenom ist es in der Nacht vom 9. auf den 10. Juni 2025 zu einem Zwischenfall gekommen. Während geplanter Wartungsarbeiten im Reaktorgebäude von Block 3 wurde bei einem externen Mitarbeiter eine punktuelle radioaktive Kontamination im Gesichtsbereich festgestellt. Die betroffene Person wurde umgehend dekontaminiert und medizinisch betreut.
Nach Angaben des staatlichen Energieversorgers EDF ist der zulässige jährliche Hautdosisgrenzwert von 500 Millisievert überschritten worden. Der Vorfall wurde von EDF der französischen Atomaufsichtsbehörde ASN am 11. Juni 2025 gemeldet und gemäß der internationalen INES-Skala vorläufig als Ereignis der Stufe 2 („Störfall“) klassifiziert.
Laut EDF handelt es sich um einen Einzelfall ohne Auswirkungen auf andere Personen oder die Umwelt. Die betroffenen Arbeitsbereiche wurden untersucht und keine weitere Kontamination festgestellt. Der Mitarbeiter befindet sich unter ärztlicher Beobachtung.
© IWR, 2025
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