Effiziente Ersatzstromversorgung vor Inbetriebnahme: Hybridlösung senkt Emissionen beim Bau des Windparks Kleinbouslar deutlich
Erkelenz - Beim Bau des Windparks Kleinbouslar bei Erkelenz setzt die MLK Gruppe auf ein alternatives Konzept zur temporären Stromversorgung von Windenergieanlagen.
Zwei Anlagen wurden planmäßig vor Fertigstellung des Netzanschlusses errichtet und mussten in der Übergangsphase mit Strom für Steuerungselektronik und Hindernisbefeuerung versorgt werden. Statt vier dauerhaft laufender Aggregate kommt nun eine Kombination aus Batteriespeicher und Stromaggregat zum Einsatz.
Installiert wurde die Lösung am 11. Dezember 2025. Zum Einsatz kommen eine zentrale Batterieeinheit vom Typ Bredenoord Battery Box 150 sowie ein gekoppeltes 60 kVA Stromaggregat des niederländischen Anbieters Bredenoord. Die Batterie deckt den kontinuierlichen Grundbedarf, während das Aggregat nur bei Bedarf zugeschaltet wird, um den Speicher nachzuladen.
„Dieses Konzept vermeidet den ineffizienten Dauerlauf der Stromaggregate im niedrigen Lastbereich“, sagt Philipp Ibanez Montoro, Projektleiter der MLK Gruppe in Kleinbouslar. Das Aggregat laufe nur kurzzeitig unter optimaler Auslastung, „den Rest der Zeit ist es abgeschaltet“.
Nach Angaben des Unternehmens sinkt der Kraftstoffverbrauch im Vergleich zur herkömmlichen Lösung um rund 70 bis 90 Prozent. Gleichzeitig reduzieren sich Lärm, Emissionen und technischer Verschleiß. Voraussetzung für die Umsetzung waren detaillierte technische Berechnungen, etwa zu Spannungsverlusten und Kabelquerschnitten, um die stabile Versorgung beider Anlagen sicherzustellen.
Der Windpark Kleinbouslar umfasst vier Anlagen vom Typ Vestas V162 mit jeweils 5,6 MW Leistung und einer Nabenhöhe von 148 Metern. Der erwartete Jahresertrag liegt bei 57.000 MWh, ausreichend für rechnerisch rund 16.000 Haushalte. Die MLK Gruppe sieht in dem hybriden Versorgungskonzept einen praxisnahen Ansatz, um Bauphasen von Windprojekten effizienter und emissionsärmer zu gestalten.
© IWR, 2026
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