Offshore Windstrom und Wasserstoff: Vattenfall und Preem prüfen großtechnische Dekarbonisierung
Stockholm, Schweden - Im Jahr 2019 haben der Energiekonzern Vattenfall und der schwedische Kraftstoffhersteller Preem eine dreijährige Vereinbarung unterzeichnet, die die Grundlage für eine verstärkte Zusammenarbeit rund um fossilfreien Wasserstoff für die Biokraftstoffproduktion, Elektrifizierung und Stromversorgung bildet. Die Unternehmen gehen nun in die Machbarkeitsphase.
Im Rahmen ihrer Kooperation vollen Vattenfall und Preem jetzt den Aufbau einer Wertschöpfungskette beschleunigen. Ziel ist es, die Offshore-Windstromerzeugung und Wasserstoff mit der Raffinerieindustrie an der schwedischen Westküste zu koppeln. Spätestens ab 2030 soll die zügige Umstellung auf fossilfreie Kraftstoffe erfolgen.
Preem ist Schwedens größtes Kraftstoffunternehmen und hat seinen für 2035 geplanten Übergang von fossilen Brennstoffen zu einer erneuerbaren und klimaneutralen Wertschöpfungskette begonnen. Mit dem fossilfreien Wasserstoff könnte sowohl die Dekarbonisierung der Raffinerien als auch die Produktion synthetischer Kraftstoffe wie Hydrierte Pflanzenöle (HVO), erneuerbares Benzin und nachhaltige Flugkraftstoffe erfolgen. Die verstärkte Versorgung mit fossilfreiem Wasserstoff soll es Preem darüber hinaus ermöglichen, die Entwicklung von E-Fuels für schwer dekarbonisierbare Segmente wie Luft- und Seefahrt zu erforschen.
„Unser starkes und wachsendes schwedisches Portfolio für die Entwicklung von Offshore-Windkraftanlagen mit derzeit mehr als 20 TWh bietet reichlich Möglichkeiten. Deshalb hat Vattenfall die Initiative für die Entwicklung dieses Konzepts an der Westküste ergriffen, wo Offshore-Windenergie und Wasserstoffproduktion eine Schlüsselrolle bei der Umstellung auf eine fossilfreie Industrie spielen können“, so Anna Borg, President und CEO von Vattenfall.
„Eine neue Infrastruktur für Wasserstoff aus Offshore-Windenergie könnte die Versorgung schnell steigern, unseren Übergang zu einer klimaneutralen Wertschöpfungskette beschleunigen und die Produktion von 5 Millionen Kubikmetern erneuerbaren Kraftstoffen und E-Fuels bis spätestens 2035 ermöglichen“, ergänzt Magnus Heimburg, CEO von Preem.
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