Mit 49 Prozent: Masdar steigt in Iberdrolas Offshore Windpark Baltic Eagle in deutscher Ostsee ein
Berlin - Das regenerative Energieunternehmen Masdar aus den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) hat mit Iberdrola eine strategische Vereinbarung über eine gemeinsame Investition in den 476-Megawatt-Offshore-Windpark Baltic Eagle in der deutschen Ostsee unterzeichnet.
Masdar erwirbt für eine Summe von rund 375 Mio. Euro einen 49-Prozent-Anteil an dem Projekt, dessen Gesamtwert der spanische Energiekonzern mit rd. 1,6 Mrd. Euro angibt. Iberdrola wird weiterhin eine Mehrheit von 51 Prozent an Baltic Eagle halten und durch die Erbringung von Betriebs- und Wartungs- sowie weiteren zentralen Unternehmensdienstleistungen die Führung und das Management des Projekts in der Hand halten, so der spanische Energiekonzern. Masdar will im Verhältnis zu seinem Anteil zur Entwicklung von Baltic Eagle beitragen.
Der Vertrag wurde in Madrid von Ignacio Galán, dem Vorstandsvorsitzenden von Iberdrola, und Mohamed Jameel Al Ramahi, dem Vorstandsvorsitzenden von Masdar, im Rahmen einer umfassenderen Vereinbarung für erneuerbare Energien zwischen den beiden Unternehmen unterzeichnet. Die Kooperation bei Baltic Eagle soll die Partnerschaft der beiden Unternehmen stärken, um weitere Investitionsmöglichkeiten im Bereich der erneuerbaren Energien in einer Reihe von Technologien und Regionen zu erkunden.
Der Offshore-Windpark Baltic Eagle wird aus 50 Windturbinen bestehen, die jeweils eine Leistung von 9,53 MW aufweisen. Die erwartete Jahresproduktion liegt bei ungefähr 1,9 Terawattstunden (TWh). Der Windpark mit einer garantierten Vergütung von 6,46 ct/kWh soll Ende 2024 in Betrieb gehen.
Im September 2022 unterzeichneten die VAE und Deutschland eine Vereinbarung zur Förderung von Projekten von gemeinsamem Interesse in Bereichen wie Energiesicherheit, Dekarbonisierung und Klimaschutz. Das Agreement über Energiesicherheit und Industriebeschleunigung (Energy Security and Industry Accelerator Agreement, ESIA) sieht vor, dass Masdar die Möglichkeiten für Offshore-Windkraftanlagen in der Ostsee erkundet, um die deutschen Ziele für erneuerbare Energien zu unterstützen. Der jetzige Vertrag mit Iberdrola ist ein wichtiger Beitrag zu diesem Ziel.
© IWR, 2026
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