Forschungsprojekt: Erneuerbare Energien unterstreichen Schwarzstartfähigkeit
Niestetal - Auch bei einer Energieversorgung mit über 80 Prozent EE-Anteil wird es zukünftig möglich sein, die Stromversorgung nach Netzausfällen zuverlässig und schnell wiederherzustellen (Schwarzstart). Dies ist eines der Ergebnisse des Verbund-Forschungsprojekts Netz:Kraft, das seit Januar 2015 neue Konzepte für den Netzwiederaufbau bei zukünftigen Kraftwerksstrukturen untersucht. Bis zur praktischen Umsetzung muss aber noch einiges geregelt werden.
„Aus den im Forschungsprojekt Netz:Kraft durchgeführten Analysen geht hervor, dass moderne Photovoltaik- und Speichersysteme in Zukunft einen wichtigen Beitrag beim Netzwiederaufbau leisten können“, sagt Thorsten Bülo, System Development Engineer bei SMA und Projektleiter des Teilvorhabens.
„Es hat sich auch gezeigt, dass SMA schon heute die für die zukünftigen Anforderungen notwendigen Technologien in ihren wesentlichen Teilen bereitstellen kann, die nötig sind, um die unterschiedlichen technischen Herausforderungen beim Netzwiederaufbau zu lösen. Eine Erkenntnis ist aber auch, dass seitens der Netzbetreiber, Normungsinstitutionen und Regulierungsbehörden in Zusammenarbeit mit den Herstellern noch vielfältige Details erarbeitet und die genauen technischen und ökonomischen Rahmenbedingungen festgelegt werden müssen“, so Thorsten Bülo weiter. „Erst dann kann solch eine Mitwirkung der Photovoltaik- und Speichersysteme auch in der Praxis umgesetzt werden.“
Das Netz:Kraft-Projekt der Forschungsinitiative Stromnetze wurde vom Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE) koordiniert und mit acht Millionen Euro vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.
© IWR, 2026
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28.06.2018



