Vom Öl zur Windenergie: Deutschland überschreitet 10.000 MW Offshore-Leistung – Nordsee wird Europas Energiehub
Deutschland überschreitet 10.000-MW-Marke in der Offshore-Windkraft
Mit der Inbetriebnahme von drei neuen Offshore-Windkraftanlagen in den Offshore-Windparks He Dreiht und Borkum Riffgrund 3 am 26. Februar 2026 hat Deutschland die 10.000-Megawatt-Marke für installierte Offshore-Windenergieleistung erreicht. Das geht aus den Auswertungen des Marktstammdatenregisters der Bundesnetzagentur (BNetzA) durch das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster hervor. Mit dem Ausbau der Offshore-Windenergie leistet Deutschland zusammen mit den anderen Nordsee-Anrainerstaaten einen wichtigen Beitrag zur gemeinsamen zukunftsorientierten Transformation des Energiesystems in Europa. Die deutschen Offshore-Windparks erzeugten 2025 insgesamt 26,1 Milliarden Kilowattstunden Windstrom (2024: 25,6 Mrd. kWh).
„Wir erleben einen Wendepunkt in der Energiegeschichte Europas. Die Nordsee entwickelt sich zum Herzstück einer klimafreundlichen, sicheren und zukunftsorientierten Energieversorgung in Europa“, so IWR-Chef Dr. Norbert Allnoch.
Nordsee auf dem Weg zum größten Offshore-Energiehub weltweit
Der Ausbau in Deutschland ist nicht nur ein nationales Energieprojekt, sondern eingebettet in den systematischen Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee durch die Anrainerstaaten. Diese koordinieren seit Jahren die Entwicklung der Offshore-Windkraft, unter anderem durch richtungsweisende Treffen in Esbjerg 2022 und Ostende 2023, auf denen die politischen Grundlagen und Zielsetzungen für den koordinierten Ausbau festgelegt wurden. Weitere Gipfel folgten.
Gemeinsam haben die Nordsee-Anrainerstaaten derzeit mehr als 36.000 MW (36 GW) Offshore-Windkraftleistung in der Nordsee, der Irischen See und der Ostsee installiert. Deutschland reiht sich mit seinen 10.000 MW hinter Großbritannien (16.000 MW) auf Rang zwei ein. Darauf folgen die Niederlande (5.400 MW), Dänemark (2.700 MW), Belgien (2.300 MW) und Norwegen (100 MW) ein. Insgesamt verfügen die Nordsee-Anrainerstaaten über rund 30.000 MW Offshore-Kapazität in der Nordsee, was einer jährlichen Stromproduktion von über 110 Milliarden Kilowattstunden entspricht.
„Die Nordsee war mit der ersten Ölförderung im Jahr 1971 Ausgangspunkt der europäischen Ölversorgung. Später entwickelte sich die Ölsorte Brent zu einem zentralen Referenzpreis. Seit der ersten Stromproduktion aus Offshore-Windenergie im Jahr 2002 hat sich der Fokus grundlegend verschoben. Heute wandelt sich die Nordsee zu einem Kraftzentrum für saubere Energie“, so Allnoch weiter.
Mit den geplanten 300.000 MW Offshore-Windkraftleistung bis 2050 könnte die Nordsee über 1.100 Milliarden kWh pro Jahr liefern - ausreichend, um den Energiebedarf mehrerer europäischer Staaten zu decken. Das würde auch die Abhängigkeit von fossilen Importen deutlich reduzieren und die Resilienz des europäischen Energiesystems stärken und die Nordsee zum größten Offshore-Energiehub der Welt entwickeln.
Der Ausbau in Deutschland ist nicht nur ein nationales Energieprojekt, sondern eingebettet in den systematischen Ausbau der Offshore-Windenergie in der Nordsee durch die Anrainerstaaten. Diese koordinieren seit Jahren die Entwicklung der Offshore-Windkraft, unter anderem durch richtungsweisende Treffen in Esbjerg 2022 und Ostende 2023, auf denen die politischen Grundlagen und Zielsetzungen für den koordinierten Ausbau festgelegt wurden. Weitere Gipfel folgten.
Gemeinsam haben die Nordsee-Anrainerstaaten derzeit mehr als 36.000 MW (36 GW) Offshore-Windkraftleistung in der Nordsee, der Irischen See und der Ostsee installiert. Deutschland reiht sich mit seinen 10.000 MW hinter Großbritannien (16.000 MW) auf Rang zwei ein. Darauf folgen die Niederlande (5.400 MW), Dänemark (2.700 MW), Belgien (2.300 MW) und Norwegen (100 MW) ein. Insgesamt verfügen die Nordsee-Anrainerstaaten über rund 30.000 MW Offshore-Kapazität in der Nordsee, was einer jährlichen Stromproduktion von über 110 Milliarden Kilowattstunden entspricht.
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© IWR, 2026
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