Wasserstoff-Projekte Hy2Move: EU-Kommission genehmigt staatliche Beihilfen für IPCEI-Vorhaben
Brüssel - Die Europäische Kommission hat nach den EU-Beihilfevorschriften Vorhaben von gemeinsamem europäischem Interesse (IPCEI) genehmigt. Beim Projekt „IPCEI Hy2Move“ geht es um Forschung, Innovation und die erste industrielle Einführung in der Wasserstoff-Wertschöpfungskette.
Es wurde von sieben Mitgliedstaaten gemeinsam vorbereitet und angemeldet: Deutschland, Estland, Frankreich, Italien, die Niederlande, die Slowakei und Spanien. Die Mitgliedstaaten werden bis zu 1,4 Mrd. Euro an öffentlichen Mitteln bereitstellen. Dadurch dürfte zusätzliche private Investitionen in Höhe von 3,3 Mrd. Euro mobilisiert werden.
Im Rahmen dieses IPCEI werden 11 Unternehmen insgesamt 13 Vorhaben durchführen. Die Unternehmen sind in einem oder mehreren Mitgliedstaaten tätig, zu ihnen gehören auch kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Start-ups, teilte die EU-Kommission mit.
Das IPCEI Hy2Move wird einen Großteil der Wertschöpfungskette in der Wasserstofftechnologie abdecken. Gefördert werden eine Reihe technologischer Innovationen wie die Integration von Wasserstofftechnologien in Verkehrsmittel (Straßen-, Wasser-, und Luftverkehr), Entwicklung von Hochleistungs-Brennstoffzellentechnologien, Entwicklung von Lösungen der nächsten Generation zur Wasserstoffspeicherung im Flugbetrieb sowie Entwicklung von Technologien zur Wasserstofferzeugung für Anwendungen in den Bereichen Mobilität und Verkehr, insbesondere zur Belieferung von Wasserstoff-Tankstellen mit Druckwasserstoff für Brennstoffzellen mit einem Reinheitsgrad von 99,99 Prozent.
Das IPCEI Hy2Move ergänzt die drei ersten IPCEIs zur Wasserstoff-Wertschöpfungskette IPCEI Hy2Tech (Entwicklung von H2-Technologien), IPCEI Hy2Use (Wasserstoff-Anwendungen) und IPCEI Hy2Infra (Infrastruktur).
© IWR, 2026
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