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Verkauf: Siemens Getriebetochter Flender geht an Investmentmanager Carlyle

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Bocholt - Ursprünglich sollte die Siemens-Getriebetochter Flender im Jahr 2021 an die Börse gehen. Vorstand und Aufsichtsrat der Siemens AG haben allerdings beschlossen, die Flender GmbH an den US-Investmentmanager Carlyle zu veräußern.

Siemens und Carlyle haben Ende Oktober eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Der Preis für Flender beträgt 2,025 Milliarden Euro (Unternehmenswert). Nach der Ausgliederung der Energiesparte mittels Börsengang in der Siemens Energy AG setzt Siemens mit dem Verkauf von Flender einen weiteren Schritt in der Umsetzung der Strategie Vision 2020+ zu einem fokussierten Technologieunternehmen um.

Das unternehmerische Konzept des neuen Eigentümers Carlyle sieht nach Angaben von Siemens vor, dass Flender nach der erfolgreichen Neuausrichtung sein Wachstum weiter beschleunigen und mit noch mehr Eigenständigkeit und größerem Handlungsspielraum agieren kann. Gleichzeitig könne durch die Veräußerung auf die ursprünglich geplante Börsennotierung im Wege der Abspaltung verzichtet und somit schneller Klarheit für eine erfolgreiche Zukunft von Flender geschaffen werden, so Siemens weiter. Nach Angaben von Siemens wurden mit Carlyle langfristige und verlässliche Zusagen für Flender und seine Mitarbeiter vereinbart.

Die Carlyle Group ist ein global aufgestellter Investmentmanager mit entsprechender Branchenexpertise, der privates Kapital in den Segmenten Corporate Private Equity, Real Assets, Global Credit und Investment Solutions anlegt. Zum 30. September 2020 verwaltet Carlyle rund 230 Mrd USD.

Die Transaktion wird voraussichtlich im 1. Halbjahr 2021 abgeschlossen und steht unter dem Vorbehalt von außenwirtschaftlichen und fusionskontrollrechtlichen Freigaben.

© IWR, 2020

10.11.2020