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Offshore-Windmarkt Deutschland: Erstes Fundament für neue Offshore-Windparks von Ørsted in der Nordsee installiert

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Hamburg / Fredericia, Dänemark - Der dänische Energiekonzern und Offshore-Spezialist Ørsted hat mit der Installation der nächsten Offshore-Windparks in Deutschland begonnen.

Nach der Verschiffung aus Eemshaven in den Niederlanden in das Baufeld, rund 32km vor der Insel Norderney, wurde durch das Errichterschiff Lez Alizés der Jan De Nul Group im Windpark Gode Wind 3 (GOW03) das erste von insgesamt 24 Monopile-Fundamenten gesetzt. Auf einem der Monopiles soll noch im Laufe des Sommers die Offshore-Umspannstation installiert werden.

Um die Meeresumwelt zu schonen, wird vor dem Beginn der hydraulischen Rammarbeiten ein Signal ausgesendet, das Meeressäuger während der Installation temporär vertreiben soll. Zudem kommen beim Rammvorgang verschiedene Schallschutzsysteme zur Verringerung der Schallemissionen unter Wasser zum Einsatz.

Die bis zu 100 Meter langen und bis zu 1.500 Tonnen schweren Fundamente werden von dem Unternehmen Steelwind in Nordenham sowie im dänischen Werk Lindø von Bladt Industries A/S gefertigt. Für die neuen Projekte setzt Ørsted diesmal auf Monopiles, die ohne Verbindungsstück (Transition Piece) mit den Windkraftanlagen verbunden werden.

Im kommenden Jahr wird dann eine neue Turbinengeneration, die Offshore-Windturbine SG 11.0-200 DD, auf den Fundamenten installiert. Mit einer Nennleistung von 11 Megawatt und einem Rotordurchmesser von 200 Metern werden es die größten Anlagen in der Deutschen Nordsee sein. Insgesamt 23 Turbinen mit einer Gesamtleistung von 253 MW sollen errichtet werden.

Direkt im Anschluss an die Fundamentarbeiten für den Offshore-Windpark Godewind 3 sollen in den kommenden Monaten dann auch die 83 Fundamente für den Windpark Borkum Riffgrund 3 (BKR03) installiert werden.

Die beiden neuen Windparks sind die ersten Offshore-Projekte von Ørsted in Deutschland seit der Installation von Borkum Riffgrund 2 im Sommer 2018. Die Windparks Borkum Riffgrund 3 (913 MW) und Gode Wind 3 (253 MW) wurden von Ørsted gemeinsam geplant und werden in diesem und nächsten Jahr zeitgleich gebaut.

Zusammen werden beide Windparks eine Gesamtleistung von über 1.100 MW (1,1 GW) aufweisen. Damit verdoppelt sich die installierte Offshore-Windkraft-Kapazität des Unternehmens in Deutschland auf rund 2.500 MW (2,5 GW). Die Inbetriebnahme der beiden Windparks ist für 2024 bzw. 2025 geplant.

© IWR, 2024

11.08.2023