Mega Offshore-Windparks in Deutschland und Dänemark: Norwegens Staatsfonds steigt mit 1,4 Milliarden Euro in RWE-Offshore-Windparks ein
Essen - Der norwegsiche Staatsfonds investiert rund 1,4 Milliarden Euro in Offshore-Windparks vor der deutschen und dänischen Küste. Der Energieversorger RWE und Norges Bank Investment Management (NBIM) haben ihre im März 2025 angekündigte Transaktion über den Anteilsverkauf der derzeit im Bau befindlichen Offshore-Windprojekte Nordseecluster (Deutschland) und Thor (Dänemark) erfolgreich abgeschlossen.
Mit dem Schritt stärkt NBIM seine Position im Bereich nachhaltiger Infrastrukturinvestitionen, während RWE seine Strategie zur Kapitalfreisetzung für den Ausbau erneuerbarer Energien konsequent fortsetzt. Trotz des Teilverkaufs bleibt RWE mit einem Mehrheitsanteil von 51 Prozent federführend bei Bau und künftigem Betrieb beider Projekte.
Das Nordseecluster in Deutschland entsteht rund 50 Kilometer nordwestlich der Insel Juist und wird in zwei Phasen errichtet. Nordseecluster A mit einer Leistung von 660 Megawatt (MW) soll 2027 ans Netz gehen, die zweite Phase (Nordseecluster B) mit 900 MW folgt voraussichtlich 2029. Zum Einsatz kommen Windturbinen der 15 MW-Klasse von Vestas (Typ V236-15.0 MW). Nach Fertigstellung wird das Windpark-Projekt ausreichend Strom erzeugen, um rechnerisch 1,6 Millionen Haushalte in Deutschland zu versorgen.
Thor ist mit 1.080 MW Leistung das bislang größte Offshore-Windprojekt in Dänemark. Es liegt rund 22 Kilometer vor der jütländischen Westküste und soll im Jahr 2027 vollständig in Betrieb gehen. Hier werden Windturbinen des Herstellers Siemens Gamesa (Typ SG 14-236 DD) mit je 14 MW eingesetzt. Die erzeugte Energie reicht rechnerisch für den Jahresstrombedarf von mehr als einer Million dänischer Haushalte.
Die Bauarbeiten an beiden Standorten verlaufen nach Plan. In Dänemark hat die Installation der Monopile-Fundamente für Thor begonnen. Für Nordseecluster A wurden erste Fundamente im Basishafen Eemshaven eingelagert, die Offshore-Installation soll im Sommer starten. Die Errichtung der Windturbinen ist für 2026 vorgesehen.
© IWR, 2026
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