Einspeisemanagement: 4Cast reduziert Abregelungen mit präzisen Ertrags- und Leistungsprognosen deutlich
Potsdam - Bedingt durch Abschaltungen von regenerativen Energieerzeugungsanlagen im Rahmen von Einspeisemanagementmaßnahmen wurden laut Monitoringbericht der Bundesnetzagentur (BNetzA) im Jahr 2020 rund 6 Terawattstunden (TWh) an regenerativ erzeugtem Strom abgeregelt und nicht ins Netz eingespeist.
Vor dem Hintergrund des Zieles der Bundesregierung, den regenerativen Stromanteil bis 2030 auf einen Anteil von 80 Prozent auszubauen, besteht die Gefahr, dass die Menge des abgeregelten Stroms weiter zunimmt.
Eine Lösung für dieses Problem könnten präzise Ertrags- und Leistungsprognosen sein, wie sie von der 4Cast GmbH & Co. KG aus Potsdam auf der Basis von Machine Learning, lernenden Algorithmen wie z.B. künstlichen neuronalen Netzen, und numerischen Wetterdaten unterschiedlicher Quellen angeboten werden. Nach Angaben des Unternehmens könnten durch präzise Ertrags- und Leistungsprognosen potentiell jährlich Windstrom im zweistelligen Terrawattstunden-Bereich zusätzlich ins Netz eingespeist werden.
Bei den Systemen setzt 4Cast auf intelligente und adaptive Algorithmen und daraus resultierende individuelle Prognosemodelle. Ertragsvorhersagen unterstützen den nachhaltigen und marktoptimierten Handel mit Wind- und Solarenergie. Mittels aktueller und historischer Produktions- und Wetterdaten unterschiedlicher Quellen trainiert 4Cast die hauseigenen Modelle und erreicht dabei nach eigenen Angaben eine bisher unerreichte Präzision. Um die Skalierbarkeit für steigende Kundenanfragen auch in Zukunft sicherzustellen, treibt das Unternehmen die Neustrukturierung und die Weiterentwicklung der Systeme voran.
„Mit unseren genauen Vorhersagemodellen werden wir in 2023 die Erkenntnisse aus unserer Forschung, die wir seit 2016 betreiben, der Wirtschaft gewinnbringend und kundenspezifisch zur Verfügung stellen. Dieses Wissen werden wir auch nutzen, um in weitere Märkte vorzustoßen und die Energiewende, aber auch andere Wirtschaftszweige mit unseren Produkten voranzubringen“, so 4Cast CEO Sascha Bauer.
4Cast hat gerade einen Vertrag mit einem Aluminiumhersteller aus Bosnien-Herzegowina geschlossen. Die Produktion des Aluminiums speist das Aluminium-Unternehmen mit Energie aus eigenen Windparks. Dabei sorgen die Vorhersagen von 4Cast dafür, dass der Strombedarf für die Herstellung einfacher und bedarfsgerecht reguliert werden.
© IWR, 2026
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