Dynamik zieht an: Australien startet Ausschreibung 4 für 6.000 MW an regenerativen Energieprojekten
Canberra, Australien - Bis zum Jahr 2030 sollen in Australien 82 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammen. Dabei setzt die australische Regierung auf ein umfassendes Ausschreibungssystem (Capacity Investment Scheme - CIS).
Ende November 2024 hat die australische Regierung Informationen über die bevorstehende Ausschreibung 4 für erneuerbare Energieprojekte veröffentlicht. Demnach wird die Ausschreibungsrunde für Projektgebote der Phase A voraussichtlich am 13. Dezember 2024 eröffnet.
Die insgesamt ausgeschriebene Kraftwerksleistung der vierten Runde beläuft sich auf regenerative Energieprojekte mit einer Gesamtkapazität von 6.000 MW (6 GW). Die Antragsteller haben bis zum 18. Februar 2025 Zeit, Projektangebote für diese Ausschreibung einzureichen.
Von der Gesamtzuteilung der Ausschreibung entfallen auf den australischen Bundesstaat New South Wales 2.200 MW (2,2 GW). Darauf folgt der Bundesstaat Victoria mit 1.400 MW (1,4 GW), vor Südaustralien und Tasmanien mit jeweils 300 MW (0,3 GW). Die verbleibenden 1.800 MW (1,8 GW) wurden noch keinem Bundesstaat zugeteilt.
Die endgültigen und vollständigen Ausschreibungsinformationen werden mit den Ausschreibungsrichtlinien und dem Entwurf der Vereinbarung über das Kapazitätsinvestitionsprogramm zur Verfügung gestellt, wenn die Ausschreibung für die Gebote der Phase A eröffnet wird.
Ziel der Ausschreibungsrunden ist es, die Investitionen in neue erneuerbare Energien wie Wind- und Solarenergie sowie in saubere disponible Kapazitäten wie Batteriespeicher zu beschleunigen. Insgesamt ist vorgesehen, dass im Rahmen der Ausschreibungen bis 2030 Kapazitäten mit einer Leistung von 32 GW (32.000 MW) zur Verfügung stehen.
Die Ausschreibungsrunden sollen auch dazu beitragen, dass durch den Aufbau regenerativer Energiekapazitäten der Druck auf die Strompreise verringert, eine drohende Zuverlässigkeitslücke infolge des alternden Bestandes an Kohlekraftwerken geschlossen und gleichzeitig die steigende Nachfrage nach Strom gedeckt wird.
© IWR, 2026
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