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Erste Anlage im Offshore-Windpark „Hohe See“ steht

© EnBW / Fotograf Ulrich Wirrwa© EnBW / Fotograf Ulrich Wirrwa

Karlsruhe, Borkum, Helgoland - Der Energieversorger EnBW errichtet in der Nordsee mit „Hohe See“ und „Albatros“ gleich zwei neue Offshore-Windparks. Im Windpark „Hohe See“ wurde jetzt ein wichtiger Meilenstein erreicht.

Die Gesamtleistung der beiden neuen EnBW Windparks „Hohe See“ und „Albatros“ in der Nordsee ist mit 609 Megawatt (MW) so hoch wie die eines Kohlekraftwerks. Die Bauarbeiten laufen derzeit auf Hochtouren.

Inbetriebnahme von Deutschlands größtem Offshore-Projekte bis Ende 2019

Das Installationsschiff „Brave Tern“ hatte im Hafen von Esbjerg in Dänemark die Bauteile für die ersten vier Windkraftanlagen des EnBW-Offshore-Windparks „Hohe See“ an Bord genommen. Nach einer zwölfstündigen Fahrt in das Baufeld in der Nordsee hat das Schiff die erste Anlage auf das bereits im Meeresboden verankerte Fundament gesetzt. Damit steht seit Freitagnacht (05.04.209) die erste Windkraftanlage des EnBW-Offshore-Windparks „Hohe See“ in der Nordsee. Jetzt geht es direkt weiter mit der Installation der nächsten Anlagen.

Der Standort des Windparks „Hohe See“ befindet sich rd. 95 Kilometer (km) nördlich von Borkum und rd. 100 km nordwestlich von Helgoland. In direkter Nachbarschaftslage zu „Hohe See“, jeweils rd. 105 km von beiden Inseln entfernt, entsteht gleichzeitig der EnBW-Windpark „Albatros“. Insgesamt werden beide Windparks 87 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 609 MW umfassen. Die erwartete Stromproduktion liegt bei 2,5 Milliarden Kilowattstunden jährlich. Rein rechnerisch reicht das aus, um rd. 710.000 Haushalte mit Strom zu versorgen, so EnBW.

„EnBW Hohe See und Albatros werden in einem Zug errichtet und sind das größte Offshore-Projekt, das derzeit in Deutschland realisiert wird“, so EnBW-Technikvorstand Dr. Hans-Josef Zimmer. „Wir werden beide Windparks noch 2019 in Betrieb nehmen.“ Hierfür arbeiten zu Hochzeiten mehr als 600 Mitarbeiter auf der Großbaustelle mitten im Meer. An dem Bau sind rund 50 Schiffe beteiligt. Die logistische Herausforderung zum Bau des Großprojektes wird von der Offshore-Niederlassung der EnBW in Hamburg aus koordiniert. Das kanadische Energieinfrastruktur-Unternehmen Enbridge Inc. hält 49,9 Prozent an beiden Windparks, die EnBW jeweils die restlichen 50,1 Prozent.

EnBW setzt auf weiteren Ausbau des regenerativen Portfolios

Der Energiekonzern EnBW investiert im Rahmen seiner Strategie stark in den Ausbau der Erneuerbaren Energien. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen nach eigenen Angaben über 1.200 MW Leistung aus regenerativen Quellen zugebaut. Bis 2025 plant die EnBW Investitionen in Höhe von über fünf Milliarden Euro in den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland und in ausgewählten Auslandsmärkten. Allein im Bereich Windkraft sollen On- und Offshore bis 2025 mindestens 3.500 MW realisiert werden.

© IWR, 2019


08.04.2019

 



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