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Deutscher Windmarkt 2014: Enercons Vorsprung schmilzt

Varel – Für die Windenergie-Industrie in Deutschland war das Jahr 2014 ein Rekordjahr. Bereits Ende Januar 2015 wurden die Zahlen zum deutschen Windenergiemarkt veröffentlicht. An Land und auf See wurden brutto insgesamt rund 5.280 Megawatt Windenergie-Leistung neu errichtet. Nun hat die Deutsche Windguard auch bekanntgegeben, welche Anlagen-Hersteller besonders gefragt waren.

An Land ist dabei weiterhin Enercon die Nummer eins, hat aber an Vorsprung verloren. Bei der Offshore-Windenergie hat Siemens die Nase weit vorne. Mit insgesamt rund 5.280 MW Brutto-Neuzubau aus Windenergie an Land und auf See (einspeisend) geht das Jahr 2014 als Rekordjahr in die Geschichte des Windenergieausbaus ein, so die Deutsche Windguard. Der Netto-Zubau beträgt rund 4.915 MW.

Onshore-Windmarkt: „Big four“ repräsentieren 90 Prozent

An Land kam fast jede zweite Anlage von Enercon. Der Marktführer in Deutschland verfügte 2014 über einen Marktanteil in Höhe von 43,1 Prozent. Dieser Anteil bezieht sich auf die in 2014 installierte Brutto-Leistung. Doch Enercon verliert gegenüber dem Jahr 2013 rund sieben Prozent am Kuchen. Auf dem zweiten Rang liegt Vestas mit 23,7 Prozent, eine Steigerung um fast vier Prozent. Auch Senvion schafft es mit einem Anteil von 14,8 Prozent (-1,5 Prozent i. Vgl. zu 2013) auf Rang drei. Nordex kommt auf einen Anteil von 8,7 Prozent und steigert sich damit leicht. Gemeinsam erreichen die vier genannten Hersteller auf dem deutschen Onshore-Markt einen Anteil von rund 90 Prozent.

Onshore: GE und eno energy steigern Marktanteile

Weitere relevante Marktanteile verzeichnen GE (4,9 Prozent), Siemens (2,3 Prozent), Vensys (1 Prozent) und eno energy (1 Prozent), alle vier konnten ihre Marktanteile gegenüber dem Vorjahr steigern.

Offshore: Siemens vor Areva

Im Bereich der Offshore-Windenergie dominiert Siemens mit sage und schreibe 89 Prozent Marktanteil bezogen auf die erstmals einspeisende Leistung klar. Dahinter folgt Areva mit neun Prozent und Senvion zwei Prozent.

Aktuell befinden sich auf See noch vier Projekte in Bau: Butendiek, Borkum Riffgrund 1 und Amrumbank West in der Nordsee sowie Baltic II in der Ostsee. Für fünf weitere Projekte (Sandbank, Gode Wind 1 und 2, Nordsee One sowie Wikinger) wurde der Financial Close erreicht bzw. wurden die Aufträge vergeben.

© IWR, 2015

18.02.2015

 



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