Schleswig-Holstein: Über 300 WEA erhalten BNK-System von Lanthan Safe Sky
Walldorf - Die nächtlichen Licht-Emission der Luftfahrt-Warnleuchten auf den Windenergieanlagen sind ein wesentlicher „Störfaktor“ für die Akzeptanz der Windenergie.
Der Gesetzgeber hat daher im Rahmen des Energiesammelgesetzes 2020 beschlossen, dass alle bestehenden und neu zu errichtenden Windenergieanlagen spätestens bis Ende 2022 mit einem System zur bedarfsgerechten Nachkennzeichnung (BNK-System) ausgerüstet werden müssen. Das bedeutet, dass die Warnlichter grundsätzlich ausgeschaltet sind und nur bei Annäherung von Hubschraubern oder Flugzeugen in einer bestimmten Höhe und Entfernung eingeschaltet werden.
Die BNK-Lösung der Lanthan Safe Sky nutzt dabei die Aussendungen von Transpondern an Bord der Luftfahrzeuge, die nachts grundsätzlich aktiviert sein müssen. Dabei hat die Flugsicherheit höchste Priorität und muss in einem umfassenden Prozess für jedes Projekt nachgewiesen werden. „Sichergestellt wird dies durch die enge Zusammenarbeit mit der vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) benannten Baumusterprüfstelle Airsight“, so Marc Förderer, Leiter Business Development der Lanthan Safe Sky. „Trotz dieser extrem hohen Sicherheitsanforderungen wird in den meisten Fällen im Bundesgebiet eine fast einhundertprozentige Ausschaltzeit erreicht.“
Nach einer erfolgreichen Premiere des Transponder-BNK-Systems Ende Februar in Schleswig-Holstein geht es im Bundesland weiter voran: Im nördlichen Schleswig-Holstein haben sich zahlreiche Betreiber in der BNK SH Nord GmbH & Co. KG zusammengeschlossen, um flächendeckend für die Abschaltung der roten Warnleuchten zu sorgen. Nach der Analyse und Bewertung unterschiedlicher Technologien und Anbieter haben sie sich schließlich für das BNK System von Lanthan Safe Sky entschieden.
„Wir freuen uns sehr, dass wir dieses für Schleswig-Holstein bedeutende Projekt beliefern dürfen. Der Zusammenschluss aus vielen norddeutschen Betreibern stellt das größte zusammenhängende BNK-Projekt dar, das wir bedienen“, so Marten Seifert, Teilinhaber und Bevollmächtigter der Lanthan Safe Sky.
Als nächste Schritte stehen die Planung der Einrüstung der Signalempfänger und Ansteuerung der über 300 Windenergieanlagen auf der Agenda. Parallel dazu wird der Genehmigungsprozess angestoßen. Noch in diesem Jahr sollen erste Teile des Gebiets nachts dunkel bleiben.
„Auch in anderen Landkreisen Schleswig-Holsteins, unter anderem Dithmarschen, Ost-Holstein, Steinburg und Rendsburg-Eckernförde befinden sich weitere Projekte bereits in der Umsetzung“, ergänzt Seifert.
© IWR, 2026
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