Mehr Forschung: Bayern will Landwirtschaft für Klimawandel rüsten
© Bayerische Staatsregierung
München – Landwirtschaftsminister Helmut Brunner will die Land- und Forstwirtschaft im Freistaat möglichst schnell für den fortschreitenden Klimawandel rüsten. Dazu soll vor allem die Forschung verstärkt werden, wie Brunner am Montag bei einem Symposium in München ankündigte. „Unsere Bauern, Waldbesitzer, Gärtner und Winzer sind die Hauptbetroffenen des Klimawandels“, so Brunner.
Nicht nur, weil die Zunahme von Witterungsextremen zu höheren Produktions- und Ertragsrisiken führe. Sondern auch, weil wegen der steigenden Temperaturen damit zu rechnen sei, dass sich neue Krankheiten und Schädlinge etablieren. Zudem wirke sich der Klimawandel höchst unterschiedlich auf die heute üblichen Frucht- und Baumarten aus. Umso wichtiger ist es laut Brunner, mit allem Nachdruck an Anpassungsstrategien zu arbeiten.
Deshalb seien eine noch stärkere Vernetzung von Forschungseinrichtungen und ein rascher Transfer neuer Erkenntnisse in die Praxis nötig. Dafür soll laut Brunner im Agrarbereich künftig die neue Zweigstelle der Landesanstalt für Landwirtschaft im niederbayerischen Ruhstorf an der Rott sorgen.
Schwerpunkte sieht der Minister in den kommenden Jahren vor allem in den Bereichen Produktion, Wassermanagement, Wald und Risikovorsorge. Die Züchtung neuer Sorten – laut Brunner die Schlüsseltechnologie für die Erweiterung des Artenspektrums – soll ebenso vorangetrieben werden wie die Erforschung effektiver Bewässerungssysteme und der Umbau labiler Nadel- in klimatolerante Mischwälder. Zudem braucht es dem Minister zufolge neue Vorsorgekonzepte, denn ohne Versicherungsschutz könne es künftig teuer werden für die Landwirtschaft. Ständige staatliche Katastrophenhilfen seien der Gesellschaft nämlich auf Dauer nicht vermittelbar.
© IWR, 2026
Arizona setzt auf 4-Stundenspeicher: EDP und Salt River Project nehmen 800-MWh-Batteriespeicher „Flatland“ in Arizona in Betrieb
Nel ASA setzt Schlussstrich unter Rechtsstreit: Nel ASA schließt Vergleich mit Iwatani und beendet US-Rechtsstreit
Scatec-Aktie unverändert: Scatec startet Aktienrückkauf für Mitarbeiter-Aktienprogramm
RWE kauft 38 Mio. eigene Aktien: RWE schließt Aktienrückkauf über 1,5 Milliarden Euro planmäßig ab
Cadeler-Aktie 2026 fast 40 Prozent im Plus: Cadeler startet Aktienrückkaufprogramm über 700.000 Euro
Das könnte Sie auch noch interessieren
Gewerbestrom - Strom-Anbieter wechseln
Aktuelle Jobs im Bereich Fachwirt Energiewirtschaft
Jobticker - Neuzugänge Energiejobs
19.02.2018



