Lidar- und Sodar-Referenzstandort: Geo-Net errichtet 200 m hohen Windmessmast nahe Hannover
Hannover - Windkraftanlagen werden mit größeren Nabenhöhen, größeren Rotoren und leistungsstärkeren Generatoren immer effizienter und der Windstrom günstiger. Mit den größeren Anlagen wachsen aber auch die Herausforderungen, speziell bei der Planung bzw. bei der Erstellung von Ertragsgutachten.
Um die Unsicherheiten möglichst niedrig zu halten, braucht ein Ertragsgutachten Referenzdaten zur Windgeschwindigkeit möglichst nah an der geplanten Nabenhöhe. Viele Bestands-Windkraftanlagen sind inzwischen im Vergleich zu den aktuellen Turbinengenerationen zu niedrig, so dass eine Windmessung zur Ertragsprognose in den heute praxisrelevanten Höhenbereichen als Referenz notwendig wird.
Aus Kosten und Zeitgründen kommen häufig Lidar-Geräte zum Einsatz, die wiederum an einem Referenzmast verifiziert werden müssen. Zu diesem Zweck haben die Windgutachter von Geo-Net Umweltconsulting GmbH nun einen 200 m hohen Windmessmast zur Verifizierung von Lidar- und Sodar-Geräten nahe Hannover errichtet. Der Standort liegt zentral, ist über A2, A7 und A27 gut zu erreichen und bietet gute Windverhältnisse. Im Unterschied zu einem Küstenstandorten handelt es sich nahe Hannover um einen repräsentativeren Binnenlandstandort, bei dem insbesondere Windscherung, Turbulenz und Niederschlag vergleichbar sind, was wiederum Unsicherheiten im Ertragsgutachten reduziert, so Geo-Net.
Der Referenzmast ist so ausgestattet, dass die Messdaten für verschiedene Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Bereich der Windenergie, Meteorologie und Klimatologie genutzt werden können. In diesen Bereichen arbeitet Geo-Net bereits eng und erfolgreich mit der Leibniz Universität Hannover und dem Fraunhofer IWES in den Verbundvorhaben EWiNo, SUnDAY und ADLER zusammen.
© IWR, 2026
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