Erfolgreiches Pilotprojekt: Weltweit erster Eisenschwamm mit Wasserstoff produziert
Stockholm – Die Ablösung der fossilen Kokskohle zur Produktion von Stahl hat einen Meilenstein erreicht. Drei schwedische Partnerunternehmen, der Stahlhersteller SSAB, der Eisenerz-Bergbaukonzern LKAB und der Energieversorger Vattenfall hatten das Joint Venture Hybrit (Hydrogen Breakthrough Ironmaking Technology) mit dem Ziel gegründet, fossilfreie Stahlerzeugung auf der Basis von grünem Wasserstoff zu ermöglichen.
Wie die Unternehmen im Juni 2021 mitteilten, konnte die Testproduktion von Eisenschwamm in der Hybrit-Pilotanlage im schwedischen Luleå erfolgreich abgeschlossen werden. Danach ist es möglich, fossilfreies Wasserstoffgas zur Direktreduktion (Entfernung von Sauerstoff) von Eisenerz zu verwenden, anstatt Kohle und Koks.
Die Produktion war nach Angaben der Unternehmen kontinuierlich und von guter Qualität, bisher wurden rund 100 Tonnen Eisenschwamm hergestellt. Das Ziel des Hybrit Joint Ventures ist es, die effizienteste Wertschöpfungskette von der Mine bis zum Stahl zu schaffen und 2026 als erster fossilfreien Stahl im industriellen Maßstab auf den Markt zu bringen.
2026 soll dann – nach der Pilotanlage - in der ersten Demonstrationsanlage in Gällivare, Schweden, mit der Umstellung auf die Produktion im industriellen Maßstab begonnen werden. Sobald der Eisenerz-Bergbaukonzern LKAB seine gesamte Produktion auf fossilfreien Eisenschwamm umgestellt hat, werden die Emissionen um rund 35 Millionen Tonnen pro Jahr reduziert. Das entspricht zwei Drittel der gesamten Emissionen Schwedens.
© IWR, 2026
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05.08.2021



