Frankreich treibt industrielle Fertigung schwimmender Windkraft-Fundamente voran: BW Ideol und NGE planen 500-MW-Linie in Fos-sur-Mer
Fos3F: 500-MW-Fertigungslinie am Hafen von Marseille
Ausgangspunkt der Partnerschaft ist das Projekt Fos3F, eine von BW Ideol initiierte Fertigungslinie für schwimmende Offshore-Windkraft-Fundamente in Fos-sur-Mer, die nun gemeinsam mit NGE zu gleichen Teilen weiterentwickelt wird. Die geplante Serienfertigungslinie für Beton-Schwimmfundamente soll auf der DEOS-Plattform im Grand Port Maritime de Marseille entstehen und pro Jahr rund 30 Schwimmkörper produzieren – das entspricht einer jährlichen Kapazität von etwa 500 MW. Für die Fläche haben beide Unternehmen gemeinsam ein Gebot beim Hafenbetreiber eingereicht: 30 Hektar Fläche mit 400 laufenden Metern nutzbarer Kaikante. BW Ideol bringt dabei seine Erfahrung als Entwickler des Damping Pool®-Beton-Schwimmfundaments sowie die internationale Erfahrung der BW Offshore-Gruppe ein, NGE seine Kompetenz im Infrastrukturbau. "Mit NGE gehen wir einen entscheidenden Schritt: den Übergang zur industriellen Fertigung für die französische schwimmende Offshore-Windkraft", erklärte Paul de la Guérivière, Präsident von BW Ideol.
EU-Innovationsfonds und C3IV stützen Projekt mit 126 Millionen Euro
Die Grundlage für das Vorhaben legte bereits 2025 die Zusage öffentlicher Mittel in Höhe von bis zu 126 Millionen Euro für Fos3F. Davon entfallen bis zu 74 Millionen Euro auf einen Zuschuss aus dem Innovationsfonds der Europäischen Union, bis zu 52 Millionen Euro auf eine Steuergutschrift im Rahmen des französischen Programms für grüne Industrieinvestitionen C3IV. Ergänzend baut die Partnerschaft auf einer bereits im Dezember 2025 geschlossenen Vereinbarung mit dem Baustoffkonzern Holcim zur Lieferung von emissionsarmen Materialien auf, darunter CO2-armer Beton.
AO10-Ausschreibung: Über 200 Schwimmfundamente bis 2037 gesucht
Nach Angaben von BW Ideol und NGE bringt die AO10-Ausschreibung das kumulierte Entwicklungsvolumen für schwimmende Offshore-Windenergie in Frankreich auf mehr als 5.000 MW, davon 3.700 MW an der Mittelmeerküste. Für die Umsetzung würden zwischen 2030 und 2037 mehr als 200 schwimmende Fundamente benötigt – ein Bedarf, den die geplante Fertigungslinie in Fos-sur-Mer mit abdecken soll. Die Unternehmen rechnen mit mehr als 1.300 direkten Arbeitsplätzen in der Region. "Mit BW Ideol helfen wir dabei, in Frankreich einen industriellen Sektor für schwimmende Windkraft aufzubauen, der nationale und europäische Dekarbonisierungsziele unterstützen kann", so Bruno Parent, stellvertretender CEO von NGE.
PPE3: Offshore-Ausbau als industriepolitisches Instrument
Die AO10-Ausschreibung steht im Kontext der französischen Energieplanung PPE3 (Programmation pluriannuelle de l'énergie), die den Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten mit energie- und industriepolitischen Zielen verbindet. Vorgesehen sind unter anderem Anforderungen an die Resilienz der Lieferketten sowie industriepolitische Kriterien zur Stärkung europäischer Wertschöpfung; die Vergabeentscheidung wird für Februar 2027 erwartet. Das Projekt Fos3F steht damit im Kontext der französischen Strategie, den Ausbau der Offshore-Windenergie mit dem Aufbau industrieller Fertigungskapazitäten und Wertschöpfungsketten zu verbinden.
La Ciotat und Saint-Étienne-du-Grès: Regionale Verankerung als strategischer Faktor
Beide Unternehmen sind in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur verwurzelt: BW Ideol hat seinen Sitz seit der Gründung 2010 in La Ciotat, NGE ist in Saint-Étienne-du-Grès ansässig, nach eigenen Angaben Frankreichs viertgrößter Baukonzern. Die weitere Entwicklung der Fertigungslinie hängt auch davon ab, wie sich aus der AO10-Ausschreibung konkrete Projekte für schwimmende Windparks im Mittelmeer entwickeln und damit langfristige Nachfrage nach Fundamenten entsteht. Vor diesem Hintergrund könnte Fos3F einen Beitrag zum angestrebten Aufbau französischer und europäischer Fertigungskapazitäten für die schwimmende Offshore-Windenergie leisten.
Die Grundlage für das Vorhaben legte bereits 2025 die Zusage öffentlicher Mittel in Höhe von bis zu 126 Millionen Euro für Fos3F. Davon entfallen bis zu 74 Millionen Euro auf einen Zuschuss aus dem Innovationsfonds der Europäischen Union, bis zu 52 Millionen Euro auf eine Steuergutschrift im Rahmen des französischen Programms für grüne Industrieinvestitionen C3IV. Ergänzend baut die Partnerschaft auf einer bereits im Dezember 2025 geschlossenen Vereinbarung mit dem Baustoffkonzern Holcim zur Lieferung von emissionsarmen Materialien auf, darunter CO2-armer Beton.
AO10-Ausschreibung: Über 200 Schwimmfundamente bis 2037 gesucht
Nach Angaben von BW Ideol und NGE bringt die AO10-Ausschreibung das kumulierte Entwicklungsvolumen für schwimmende Offshore-Windenergie in Frankreich auf mehr als 5.000 MW, davon 3.700 MW an der Mittelmeerküste. Für die Umsetzung würden zwischen 2030 und 2037 mehr als 200 schwimmende Fundamente benötigt – ein Bedarf, den die geplante Fertigungslinie in Fos-sur-Mer mit abdecken soll. Die Unternehmen rechnen mit mehr als 1.300 direkten Arbeitsplätzen in der Region. "Mit BW Ideol helfen wir dabei, in Frankreich einen industriellen Sektor für schwimmende Windkraft aufzubauen, der nationale und europäische Dekarbonisierungsziele unterstützen kann", so Bruno Parent, stellvertretender CEO von NGE.
PPE3: Offshore-Ausbau als industriepolitisches Instrument
Die AO10-Ausschreibung steht im Kontext der französischen Energieplanung PPE3 (Programmation pluriannuelle de l'énergie), die den Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten mit energie- und industriepolitischen Zielen verbindet. Vorgesehen sind unter anderem Anforderungen an die Resilienz der Lieferketten sowie industriepolitische Kriterien zur Stärkung europäischer Wertschöpfung; die Vergabeentscheidung wird für Februar 2027 erwartet. Das Projekt Fos3F steht damit im Kontext der französischen Strategie, den Ausbau der Offshore-Windenergie mit dem Aufbau industrieller Fertigungskapazitäten und Wertschöpfungsketten zu verbinden.
La Ciotat und Saint-Étienne-du-Grès: Regionale Verankerung als strategischer Faktor
Beide Unternehmen sind in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur verwurzelt: BW Ideol hat seinen Sitz seit der Gründung 2010 in La Ciotat, NGE ist in Saint-Étienne-du-Grès ansässig, nach eigenen Angaben Frankreichs viertgrößter Baukonzern. Die weitere Entwicklung der Fertigungslinie hängt auch davon ab, wie sich aus der AO10-Ausschreibung konkrete Projekte für schwimmende Windparks im Mittelmeer entwickeln und damit langfristige Nachfrage nach Fundamenten entsteht. Vor diesem Hintergrund könnte Fos3F einen Beitrag zum angestrebten Aufbau französischer und europäischer Fertigungskapazitäten für die schwimmende Offshore-Windenergie leisten.
Die AO10-Ausschreibung steht im Kontext der französischen Energieplanung PPE3 (Programmation pluriannuelle de l'énergie), die den Ausbau erneuerbarer Erzeugungskapazitäten mit energie- und industriepolitischen Zielen verbindet. Vorgesehen sind unter anderem Anforderungen an die Resilienz der Lieferketten sowie industriepolitische Kriterien zur Stärkung europäischer Wertschöpfung; die Vergabeentscheidung wird für Februar 2027 erwartet. Das Projekt Fos3F steht damit im Kontext der französischen Strategie, den Ausbau der Offshore-Windenergie mit dem Aufbau industrieller Fertigungskapazitäten und Wertschöpfungsketten zu verbinden.
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© IWR, 2026
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