Indien 2025/26 mit Windenergie-Rekordzubau von über 6 GW – 100 GW bis 2030 – Ausbauziele bis 2036 klar definiert
Rekordjahr für Windenergie stärkt Indiens Stromsektor
Indien hat im Jahr 2025/26 einen historischen Meilenstein beim Ausbau der Windenergie erreicht. Mit einem Zubau von 6,1 GW verzeichnete das Land den höchsten jährlichen Kapazitätszuwachs seiner Geschichte und festigte zugleich seine Position unter den wichtigsten Windenergiemärkten weltweit. Die installierte Gesamtkapazität liegt bei mehr als 56,1 GW. Indien rangiert hinter China, den USA und Deutschland auf Rang vier. Weitere 28 GW befinden sich in der Umsetzung.
Der indische Energieminister Pralhad Joshi bezeichnete die Entwicklung als Ausdruck einer beschleunigten Energiewende und verwies auf die strategische Bedeutung des Sektors für die künftige Energieversorgung. Der Anteil der Windenergie soll dabei weiter deutlich steigen und langfristig einen zentralen Beitrag zur Dekarbonisierung leisten.
Auch energiewirtschaftlich gewinnt die Windenergie zunehmend an Bedeutung: Rund 45 Prozent der Windstromproduktion fallen laut Ministerium in die Abend- und Nachtstunden und damit in Zeiten hoher Nachfrage. Dadurch ergänzt Windenergie zunehmend die Stromversorgung im Land.
Industriepolitik und Ausbauziele: 100 GW bis 2030 im Fokus
Parallel zum Kapazitätsausbau verfolgt die Regierung eine umfassende industriepolitische Strategie. Indien verfügt inzwischen über ein inländisches Fertigungsökosystem mit einer jährlichen Produktionskapazität von über 24 GW sowie einem Lokalisierungsgrad von 70 bis 80 Prozent. Neben Rotorblättern und Türmen umfasst die Wertschöpfungskette auch Getriebe und weitere Schlüsselkomponenten. Damit stärkt das Land gezielt seine Rolle als Produktionsstandort für Windenergiekomponenten.
Zur Absicherung des weiteren Wachstums setzt die Regierung auf regulatorische Instrumente wie Renewable Purchase Obligations (RPOs), transparente Ausschreibungsverfahren und die Approved List of Models and Manufacturers (ALMM). Diese Maßnahmen sollen Investitionssicherheit erhöhen und die heimische Fertigung stärken.
„Politische Reformen und Industriesupport stärken Indiens Position als globales Windenergie-Fertigungszentrum“, betonte Minister Shri Pralhad Joshi und unterstrich damit die industriepolitische Zielsetzung der Regierung.
Zusätzlich wird die Netzintegration durch Hybridprojekte und den Ausbau des Green Energy Corridor vorangetrieben – ein staatlich gefördertes Programm zur Erweiterung und Modernisierung von Übertragungsnetzen für erneuerbare Energien. Ergänzend setzt die Regierung auf RTC-Projekte (Round-the-Clock-Projekte), die eine kontinuierliche Stromversorgung aus erneuerbaren Energien durch die Kombination von Erzeugung und Speicherung ermöglichen. Auch die Einführung von Green Energy Open Access erleichtert Industrieunternehmen den direkten Bezug erneuerbarer Energie, indem regulatorische Hürden für direkte Stromlieferverträge zwischen Erzeugern und Verbrauchern reduziert werden.
Im Finanzierungsbereich setzt die indische Regierung auf neue Modelle wie Blended Finance und Kreditabsicherungsmechanismen. Ein 500-MW-Pilotprojekt im Rahmen eines Contracts-for-Difference-(CfD)-Modells soll zudem langfristige Preisstabilität und Investitionssicherheit fördern.
Die Regierung hält an den langfristigen Ausbauzielen fest: 100 GW Windkapazität bis 2030 und 156 GW bis 2036. Damit soll die Windenergie einen stärkeren Beitrag zur Erreichung des indischen Netto-Null-Ziels bis 2070 leisten.
Parallel zum Kapazitätsausbau verfolgt die Regierung eine umfassende industriepolitische Strategie. Indien verfügt inzwischen über ein inländisches Fertigungsökosystem mit einer jährlichen Produktionskapazität von über 24 GW sowie einem Lokalisierungsgrad von 70 bis 80 Prozent. Neben Rotorblättern und Türmen umfasst die Wertschöpfungskette auch Getriebe und weitere Schlüsselkomponenten. Damit stärkt das Land gezielt seine Rolle als Produktionsstandort für Windenergiekomponenten.
Zur Absicherung des weiteren Wachstums setzt die Regierung auf regulatorische Instrumente wie Renewable Purchase Obligations (RPOs), transparente Ausschreibungsverfahren und die Approved List of Models and Manufacturers (ALMM). Diese Maßnahmen sollen Investitionssicherheit erhöhen und die heimische Fertigung stärken.
„Politische Reformen und Industriesupport stärken Indiens Position als globales Windenergie-Fertigungszentrum“, betonte Minister Shri Pralhad Joshi und unterstrich damit die industriepolitische Zielsetzung der Regierung.
Zusätzlich wird die Netzintegration durch Hybridprojekte und den Ausbau des Green Energy Corridor vorangetrieben – ein staatlich gefördertes Programm zur Erweiterung und Modernisierung von Übertragungsnetzen für erneuerbare Energien. Ergänzend setzt die Regierung auf RTC-Projekte (Round-the-Clock-Projekte), die eine kontinuierliche Stromversorgung aus erneuerbaren Energien durch die Kombination von Erzeugung und Speicherung ermöglichen. Auch die Einführung von Green Energy Open Access erleichtert Industrieunternehmen den direkten Bezug erneuerbarer Energie, indem regulatorische Hürden für direkte Stromlieferverträge zwischen Erzeugern und Verbrauchern reduziert werden.
Im Finanzierungsbereich setzt die indische Regierung auf neue Modelle wie Blended Finance und Kreditabsicherungsmechanismen. Ein 500-MW-Pilotprojekt im Rahmen eines Contracts-for-Difference-(CfD)-Modells soll zudem langfristige Preisstabilität und Investitionssicherheit fördern.
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© IWR, 2026
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