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Start der Klimakonferenz COP25 in Madrid

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Berlin, Münster - Heute (02.12.2019) startet in Madrid die 25. Weltklimakonferenz. In der spanischen Hauptstadt treffen sich Regierungsvertreterinnen und -vertreter aus 197 Ländern. Die Präsidentschaft der Konferenz übernimmt Chile - Lateinamerika stellt in diesem Jahr turnusmäßig den Vorsitz.

Vom 02.12.2019 bis zum13.12.2019 läuft die 25. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (UN) (COP 25). Außerplanmäßig ist Spanien mit Madrid als Austragungsort eingesprungen, nachdem Chile aus politischen Gründen die Veranstaltung abgesagt hatte. Bundesumweltministerin Svenja Schulze fährt mit hohen Erwartungen nach Madrid.

Madrid wird über Umwege Veranstaltungsort für COP 25

Eigentlich wäre Brasilien Gastgeberland der 25. UN-Klimakonferenz 2019 gewesen. Auf Drängen des designierten brasilianischen Präsidenten Bolsonaro zog Brasilien sein Angebot allerdings 2018 zurück. Mit der Verlegung der Konferenz in die chilenische Hauptstadt Santiago war rasch Ersatz gefunden, doch die schweren sozialen Unruhen in dem südamerikanischen Land haben vor etwa vier Wochen zur Absage der Konferenz geführt. Letztendlich ist Spanien mit dem Veranstaltungsort Madrid in die Bresche gesprungen und versucht nun, das Mammutvorhaben COP 25 mit rd. 25.000 Teilnehmern logistisch und organisatorisch zu stemmen. In der ersten Woche verhandeln in Madrid Expertinnen und Experten, ab dem 10. Dezember die Umweltminister und -ministerinnen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze wird am 9. Dezember nach Madrid reisen und dort bis zum Ende der Konferenz bleiben.

Umweltministerin Schulze setzt sich für Erhöhung des europäischen Klimaziele ein

Inhaltlich geht es auf der Klimakonferenz in Madrid u.a. darum, noch offene Aspekte des Regelbuchs zur Umsetzung des Pariser Klimaschutzabkommens zu klären und so wie im Pariser Abkommen vorgesehen möglichst viele Staaten, dazu zu bewegen, ihre nationalen Klimaschutzbeiträge im kommenden Jahr zu erhöhen. Bislang haben 59 Staaten bekannt gegeben, dies zu tun.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat angekündigt, als Leiterin der Deutschen Delegation im Rahmen des Ministersegmentes vor Ort dafür werben, dass auch die G20 Staaten, inklusive der EU, diesem Beispiel folgen. „Ich setze mich dafür ein, dass Europa nächstes Jahr mit einem stärkeren Klimaziel vorangeht und andere große Volkswirtschaften mit zieht. Und das bedeutet für mich, dass wir nicht nur unser Langfristziel der Klimaneutralität bis 2050 fixieren, sondern wir brauchen auch höhere Zwischenziele für 2030 und 2040. Ansonsten wären Europas Klimaankündigungen nicht glaubwürdig“, so Schulze

Marktmechanismen: Doppelanrechnung von Emissions-Minderungen vermeiden

Ein Weg, mit dem Staaten sich gegenseitig bei der Steigerung ihrer Klimaschutz-Ambitionen unterstützen können, sind die Marktmechanismen. Die Detailregeln dazu waren 2018r auf der Klimakonferenz im polnischen Kattowitz noch nicht verabschiedet worden, sie stehen deshalb in Madrid erneut auf der Tagesordnung. Dabei geht es um die Frage, auf welche Art und Weise Staaten zusätzlich erreichte CO2-Minderungen untereinander übertragen und auf ihre nationalen Klimaziele anrechnen lassen können, und zwar ohne neue Schlupflöcher zu schaffen. Deutschland setzt sich dafür ein, z.B. Doppelanrechnungen von Emissionsminderungen im Geber- und Nehmerland auszuschließen.

Deutschland unterstreicht Zusagen für Unterstützung betroffenen Länder

Auf der Konferenz geht es auch um Geld und die Solidarität mit den Ländern, die am meisten unter dem Klimawandel leiden. Deutschland hat angekündigt, seine Zusage einzuhalten, die internationale Klimafinanzierung von 2014 bis 2020 aus Haushaltsmitteln auf 4 Mrd. EUR zu verdoppeln und damit zum Ziel der Industrieländer beitragen, ab 2020 jährlich bis zu 100 Mrd. USD Klimafinanzierung zur Verfügung zu stellen.

Die Konferenz dient außerdem dem weltweiten Austausch von Erfahrungen mit neuen Technologien, etwa für die Schaffung intelligenter Stromnetze, neuer Speichertechnologien und klimafreundlicher Kraftstoffe wie Power-to-X oder Neokerosin, die aus Sonne und Windstrom hergestellt werden können.


© IWR, 2019


02.12.2019

 



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