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Belgier kaufen Offshore Windpark Arcadis Ost 1

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Leuven - In der jüngsten Offshore-Ausschreibung hat die KNK Wind GmbH den Zuschlag für den Bau des Offshore Windparks Arcadis Ost 1 erhalten. Doch jetzt ändern sich die Besitzverhältnisse.

Der Bau des Offshore Windparks Arcadis Ost 1 in der Ostsee mit einer Leistung laut Parkwind von 247 MW (ursprünglich bis zu 348 MW) ist laut Offshore-Netzentwicklungsplan für 2021 geplant. Der belgische Offshore-Windparkentwickler Parkwind NV hat jetzt den 100%igen Erwerb der Projektgesellschaft KNK Wind GmbH mitgeteilt.

Belgische Parkwind NL übernimmt Konzession für Arcadis Ost 1

Parkwind NV ist ein belgisches Unternehmen, das seit 2009 in Offshore Windparks investiert, diese entwickelt, baut und betreibt. Jetzt übernehmen die Belgier das deutsche Offshore Windpark-Projekt Arcadis. Die ehemaligen Aktionäre, angeführt von der WV Energie AG, haben gemeinsam mit Parkwind das Angebot in der deutschen Auktion 2018 erfolgreich vorbereitet, teilte Parkwind NV mit. Parkwind betreibt in der belgischen Nordsee die Offshore Windparks Belwind, Northwind und Nobelwind mit einer Gesamtleistung von 546 MW. Ein vierter belgischer Offshore-Windpark, Northwester 2 (224 MW), soll Anfang 2020 voll einsatzfähig zu sein. Nach dem Kauf des geplanten irischen Offsohre-Windparks Oriel mit 330 MW im Jahr 2017 unterstreicht Parkwind mit der aktuellen Übernahme von Arcadis die internationalen Ambitionen des belgischen Windpark-Entwicklers.

Offshore Windpark Arcadis Ost 1 soll bis 2021 errichtet werden

Der Standort für den Offshore Windpark Arcadis OSt 1 liegt etwa 19 km nordöstlich von Kap Arkona (Insel Rügen) am Rande der 12-Seemeilen-Zone innerhalb des Küstenmeers. Das Vorhabensgebiet ist als marines Eignungsgebiet für Windenergieanlagen durch das Land Mecklenburg-Vorpommern ausgewiesen. Ursprünglich waren 58 Offshore-Windenergieanlagen vom Typ Haliade 150 vorgesehen. Aller Voraussicht nach wird jedoch eine andere Offshore Windturbine zum Einsatz kommen. Die Leistung des Offshore Windparks Arcadis wurde von ursprünglich 348 auf 247 MW reduziert.

Über die KNK Wind GmbH

Die Projektgesellschaft KNK Wind GmbH hatte ursprünglich geplant, den Windpark Arcadis Ost 1 in der Ostsee vor Rügen zu errichten. Gesellschafter waren die MV Energie AG in Frankfurt, Nordex SE, die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) und die Stadtwerke Bad Vilbel. Während die IKB bereits Anfang 2017 ihre Anteile veräußert hat, ist auch Nordex SE bereits vor der Teilnahme an der zweiten Offshore-Ausschreibung 2018 als Gesellschafter ausgestiegen. Was aus der KNK Wind GmbH im Zuge der Projektrealisierung wird, bleibt derzeit noch offen.

© IWR, 2018


08.05.2018