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LM Wind Power errichtet neue Offshore-Rotorblattfabrik

Kolding, Dänemark – Der französische Premierminister Bernard Cazeneuve hat es sich nicht nehmen lassen, der Grundsteinlegung für eine neue Rotorblattfabrik in der Normandie beizuwohnen. Auch Frankreich will die Offshore-Windenergie ausbauen und freut sich dabei über Industrieansiedlungen in diesem Zukunfts-Energiesektor.

Der dänische Windenergie-Zulieferer LM Wind Power, der inzwischen zum US-Industriekonzern General Electric gehört, errichtet in der nordfranzösischen Hafenstadt Cherbourg eine neue Fabrik, in der zukünftig Rotorblätter für Offshore-Windkraftanlagen produziert werden sollen. Das bringt rund 550 direkte neue Arbeitsplätze.

LM Wind Power investiert zunächst 100 Mio. Euro

LM Wind Power zählt zu den größten Rotorblatt-Herstellern weltweit. Das Unternehmen mit Hauptsitz im dänischen Kolding wurde zuletzt von GE übernommen, die EU-Kommission hat diesem Deal im März 2017 zugestimmt. Nun hat LM Wind Power in Cherbourg in der Normandie den Grundstein für eine neue Rotorblatt-Fabrik gelegt. Neben Cazeneuve waren Vertreter aus Industrie und Politik bei der Zeremonie anwesend.

Der Windenergie-Zulieferer will zunächst 100 Mio. Euro in die Entwicklung der Produktionsstätte stecken. Die Fabrik soll in der Lage sein, das derzeit längste Windenergie-Rotorblatt der Welt, Typ LM 88.4 mit einer Länge von 88,4 Metern, zu produzieren. Die Produktionsstätte könnte nach Unternehmensanagaben in den nächsten Jahren einen Offshore-Windenergiemarkt mit einem Umfang von etwa 1.200 bis 2.000 Megawatt (MW) bedienen.

Rund 2.000 direkte und indirekte Jobs durch Rotorblatt-Fabrik

Der Aufbau der Produktionskapazitäten und der Start der Rotorblatt-Produktion sollen im Jahr 2018 erfolgen. Zuvor startet der Einstellungs- und Trainings-Prozess für die zukünftig über 550 Mitarbeiter in der Fabrik. Die Produktionsstätte ist so ausgelegt, dass weiteres Wachstum möglich ist. Bereits in der Startphase rechnet LM Wind Power mit rund 2.000 direkten und indirekten Arbeitsplätzen in der Umgebung.

LM Wind Power sei offen für das Offshore-Windgeschäft in Cherbourg, verkündete der Unternehmens-Vizepräsident für die Offshore-Windenergie Alexis Crama. Sein Unternehmen wolle zuverlässige, langlebige Rotorblätter produzieren, um weiter die Kosten für Strom aus Offshore-Windparks zu senken. CEO Marc de Jong bedankte sich zudem bei GE Renewable Energy für die Unterstützung bei diesem unvergleichbaren Projekt. Man freue sich auf Hunderte neuer französischer Kollegen in der globalen Familie. LM Wind Power produziert seine Rotorblätter unter anderem in Fabriken in Brasilien, Kanada, China, Dänemark, Indien, Polen, Spanien und in den USA.

© IWR, 2017

27.03.2017