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Offshore-Windenergie: Marktforscher erwarten rasantes Wachstum

London - Weltweit errichten immer mehr Länder neue Offshore-Windparks. Marktexperten gehen davon aus, dass sich die im Meer installierte Windenergie-Leistung bis zum Jahr 2020 verfünffachen wird. Doch verschiedene Hindernisse könnten das Erreichen dieser Marke verhindern.

Das britische Marktforschungsunternehmen Globaldata hat ermittelt, dass die Offshore-Windenergie im Jahr 2020 zum größten Marktsegment im Bereich der erneuerbaren Energien aufsteigt. Eine bedeutende Rolle kommt dabei den Ländern Großbritannien, Deutschland und auch China zu.

Globaldata: Fast 40.000 MW Offshore-Windkraftleistung bis 2020

Einer aktuellen Globaldata-Marktanalyse zufolge könnten bis zum Jahr 2020 knapp 40.000 MW Windenergie-Leistung im Rahmen von Offshore-Projekten realisiert werden. Die jährliche Wachstumsrate beträgt damit immerhin 28 Prozent. In den Jahren 2006 bis 2013 ist die installierte Windkraftleistung offshore bereits von 900 auf 7.100 MW gestiegen. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von rund 34 Prozent. Allein 1600 MW hiervon wurden im Jahr 2013 in Großbritannien, Deutschland, Dänemark und Belgien installiert, so Globaldata. Somit verfügt Großbritannien im Jahr 2013 über rund 3.681 MW, Deutschland über ca. 520 MW, Dänemark über etwa 1.271 MW und Belgien über ca. 571 MW installierte Offshore-Parkleistung.

Offshore-Forschung bietet Rahmen für Großprojekte

Der Offshore-Energiesektor wird nach Einschätzung von Globaldata im Jahr 2020 voraussichtlich das größte Marktsegment unter den Regenerativen sein. Großbritannien, Deutschland und China werden laut Globaldata aufgrund der großen Anzahl an geplanten sowie bereits im Bau befindlichen Projekten einen erheblichen Teil dazu beitragen.

Swati Singh, Analyst bei Globaldata sagt, Offshore-Windenergie werde wegen seines hohen Ertrags aufgrund von stärkeren und beständigeren Windstärken immer intensiver erforscht. Dadurch biete es einen geeigneten Rahmen für den Bau von Großprojekten. Ein weiterer Vorteil sei es, dass die künftigen Offshore-Windenergie-Entwicklungen dafür sorgen werden, dass es zu einem Rückgang der Durchschnittskosten pro MW komme. Da mache es auch kaum etwas aus, dass die Gesamtprojektkosten in Ländern mit Windparks im tieferen Wasser, die weiter von der Küste entfernt gebaut werden sollen, vermutlich steigen werden.

Aktuelle Hindernisse werden Entwicklung nicht aufhalten

Hinderlich für die Offshore-Entwicklung seien laut Singh jedoch die Umweltbelange, der Mangel an Fachpersonal sowie ausgereifter Technik. Trotz dieser Hindernisse erwartet Globaldata, dass der Anteil der Offshore-Windenergie im globalen Weltenergiemarkt von 2,2 Prozent im Jahr 2013 auf 6,1 Prozent im Jahr 2020 steigt, da immer mehr Länder die Vorteile dieser Technologie für erneuerbare Energien erkennen würden.

18.09.2014

 



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