Offshore-Windindustrie.de

Das Branchenportal rund um die Windenergie auf See

News 1280 256

Windenergie statt Atomenergie: Französische EDF nimmt Offshore Windpark in China in Betrieb

© Fotolia/Adobe© Fotolia/Adobe

Paris - Frankreich hat zwar eine große Atomkraftwerks-Flotte, doch der staatlich dominierte Energieversorger EDF ist auch im Windenergie-Sektor aktiv. Die EDF-Gruppe und ihr chinesischer Partner, die China Energy Investment Corporation (CEI), haben die Inbetriebnahme des 200 MW-Offshore Windparks Dongtai V bekannt gegeben. Er befindet sich im Chinesischen Meer vor der Küste von Jiangsu, nördlich von Shanghai, und wurde in 20 Monaten gebaut.

Zusammen mit dem 300 MW-Windpark Dongtai IV, der im Dezember 2019 in Betrieb genommen wird, betreibt die Gruppe nun 500 MW Offshore-Windkapazität in China. Die Windparks Dongtai IV und V liegen etwa 40 km vor der Küste von Jiangsu. Die 125 Offshore Windturbinen werden den jährlichen Strombedarf von 2 Millionen Einwohnern decken.

Das Joint Venture zwischen CEI und der EDF-Gruppe (37,5 %) ist das erste chinesisch-französische Joint Venture, das sich mit der Entwicklung und dem Betrieb von Offshore-Windenergieprojekten in China befasst.

Die beiden kürzlich in Betrieb genommenen Offshore Windparks verdeutlichen laut EDF das schnelle Wachstum des chinesischen Offshore-Windmarktes. China steht mit 9,9 GW (9.900 MW) installierter Offshore Windenergieleistung im Jahr 2020 weltweit an zweiter Stelle. Das Ziel des Landes ist es, bis 2030 mehr als 40 GW (40.000 MW) zu installieren, um bis 2060 Kohlenstoffneutralität zu erreichen, so EDF.

Bruno Bensasson, EDF Group Senior Executive Vice President Renewable Energies und Chairman & CEO von EDF Renewables, kommentierte: "Die EDF-Gruppe ist erfreut, ihre historische Position in China durch die Fertigstellung des Dongtai-Offshore-Windprojekts zusammen mit unserem chinesischen Partner CEI zu stärken. ieses neue Offshore-Windprojekt Dongtai V ist ein weiterer Schritt in der CAP 2030-Strategie der EDF-Gruppe, die darauf abzielt, ihre weltweit installierte Nettoenergiekapazität von 28 GW im Jahr 2015 auf 60 GW im Jahr 2030 zu verdoppeln."

© IWR, 2022

30.12.2021