Mit Wasserstoff-Option: Niederlande verdoppeln Flüssiggas-Importkapazität
Groningen - Die Niederlande verfügen bisher über ein Terminal zum Import von flüssigem Erdgas (LNG) in Rotterdam, doch das wird sich schnell ändern. In Eemshaven schreiten die Vorbereitungen für die Installation eines zweiten LNG-Importterminals schneller voran als geplant.
Durch den Ausbau im Eemshaven und die Optimierung des Terminals in Rotterdam wird sich die Importkapazität für LNG verdoppeln.
Das LNG-Terminal im Hafen von Eemshaven besteht zukünftig aus zwei schwimmenden FSRUs (Floating Storage and Regasification Units), Exmar S188 und Golar Igloo. Die schwimmende LNG-Plattform S188 von Exmar ist von Singaur in die Niederlande nach Rotterdam überführt worden, wo sie derzeit für den Einsatz in Eemshaven vorbereitet wird.
Beide FSRUs werden voraussichtlich Ende August 2022 im Hafen von Eemshaven eintreffen. Der Golar Igloo wird als erster an das niederländische Erdgasnetz angeschlossen, später folgt die S188. Zusammen haben sie eine Durchsatzleistung von rund 8 Milliarden Kubikmetern Erdgas pro Jahr.
Wie die Gasunie-Tochter EemsEnergyTerminal weiter mitteilt, hat das Unternehmen bereits die ersten Lieferanten unter Vertrag genommen, die verflüssigtes Erdgas über den Hafen von Eemshaven liefern werden. Danach haben das tschechische Energieunternehmen ČEZ as und Shell Western LNG BV gemeinsam Verträge über eine Kapazität von 7 Milliarden Kubikmetern abgeschlossen. EemsEnergyTerminal geht davon aus, dass auch die restlichen 1 Mrd. Kubikmeter Kapazität in den kommenden Monaten verkauft werden.
Ulco Vermeulen, Vorstandsmitglied von Gasunie: "Wir werden nun weitere Verhandlungen mit potenziellen Kunden aufnehmen. Sie werden es sein, die unser Terminal in naher Zukunft zunächst für LNG und später für grünen Wasserstoff nutzen werden. Wir werden es unter dem Namen EemsEnergyTerminal betreiben."
© IWR, 2026
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11.07.2022



