Halbjahresbilanz: Umsatz und Gewinn bei Ørsted gehen deutlich zurück
Fredericia, Dänemark - Ørsted hat die Zahlen für das erste Halbjahr 2023 vorgelegt. In den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 sind die Umsätze des dänischen Energiekonzerns und Offshore-Spezialisten demnach deutlich um 24 Prozent auf 45,85 Mrd. DKK (6,15 Mrd. Euro) zurückgegangen (1 HJ 2022: 60,06 Mrd. DKK / 8,06 Mrd. Euro).
Zurückzuführen ist der Umsatzrückgang laut Ørsted auf die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich niedrigeren Strom- und Gaspreise in allen Märkten sowie auf einen Rückgang der verkauften Gasmengen.
Auch beim operativen Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verzeichnet Ørsted damit einen erheblichen Rückgang um über 20 Prozent auf 10,23 Mrd. DKK (1,37 Mrd. Euro), verglichen mit 13,04 Mrd. DKK (1,75 Mrd. Euro) im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Per Saldo schrumpft der Gewinn im ersten Halbjahr 2023 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 55 Prozent auf 2,66 Mrd. DKK (357 Mio. Euro) (1 HJ 2022: 5,97 Mrd. DKK / 801 Mio. Euro).
Mit Blick auf das Gesamtjahr 2023 halte Ørsted an der EBITDA-Prognose von 20 - 23 Mrd. DKK (2,7 – 3,1 Mrd. Euro) ohne die Erträge aus neuen Partnerschaften im Laufe des Jahres fest, so Ørsted CEO Mads Nipper. Im Vergleich zu der im Geschäftsbericht für 2022 gegebenen Prognose erwarte man nun jedoch höhere Erträge im Offshore-Bereich als ursprünglich angekündigt. Im Gegensatz dazu rechne Ørsted für seine KWK-Anlagen mit einem Ergebnisrückgang um ca. 4,5 Mrd. DKK (604 Mio. Euro) im Vergleich zu 2022 und nicht um ca. 3 Mrd. DKK (403 Mio. Euro).
Die Ørsted-Aktie verliert am gestrigen Handelstag nach Bekanntgabe der Geschäftszahlen 2 Prozent auf 74,52 Euro (Schlusskurs 10.08.2023, Börse Stuttgart). Im heutigen Handel kann die Aktie diesen Verlust wieder kompensieren, aktuell notiert der Kurs des RENIXX-Konzerns bei 76,0 Euro (14:14 Uhr, 11.08.2023, Börse Stuttgart). Gegenüber dem Jahreswechsel ergibt sich damit ein Minus von rd. 12 Prozent.
© IWR, 2026
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