Meilenstein: Spanien: Floating Offshore-Windenergie Prototyp X30 produziert ersten Strom
Barcelona, Spanien - Die vor den Kanarischen Inseln installierte schwimmende Offshore-Prototypenanlage vom Typ X30 hat den ersten Strom produziert. Das hat das auf die Entwicklung von schwimmender Windtechnologie spezialisierte Unternehmen X1 Wind aus Barcelona mitgeteilt.
Es handelt sich nach Unternehmensangaben um den erste schwimmenden Windkraftprototyp Spaniens, der Strom über ein Unterwasserkabel exportiert. Die Anlage speist den Strom über ein 1,4 km langes Unterwasserkabel ein. Die Teams vor Ort wollen nun in die letzte Phase eines strengen Test- und Prüfprogramms eintreten, das mit der Installation der Plattform im November 2022 begann. Ziel ist es, die Skalierung der Technologie und die Zertifizierung für kommerzielle Projekte vorzubereiten, die derzeit entwickelt werden.
Die X30-Plattform ist mit einer speziell angepassten V29-Vestas-Turbine und einem ABB-Stromrichter ausgestattet. Ein weiteres wichtiges Konstruktionsmerkmal, das im Rahmen des von der EU geförderten Pivot-Buoy-Projekts entwickelt wurde, kombiniert die Vorteile von SPM- und TLP-Verankerungssystemen. Dabei ermöglicht es das SPM-Design dem Schwimmer, passiv zu schwimmen, wobei ein elektrisches Drehgelenk die Stromübertragung ohne Verdrehen der Kabel gewährleistet. Das TLP-Verankerungssystem wiederum reduziert im Vergleich zu herkömmlichen Konstruktionen, bei denen Verankerungsseile verwendet werden, den Platzbedarf auf dem Meeresboden und minimiert so die Umweltauswirkungen drastisch bei gleichzeitiger Verbesserung der Kompatibilität mit anderen Meeresanwendungen.
Das Pivot-Buoy-Projekt endet offiziell am 31. März 2023, X1 Wind hat aber eine Verlängerung der Testphase bis Mai beantragt, bevor der Prototyp, wie im EU-finanzierten Projekt vorgesehen, außer Betrieb genommen wird.
Das von der Europäischen Kommission im Rahmen des H2020-Programms mit 4 Mio. Euro geförderte Projekt Pivot-Buoy wird von einem von X1 Wind koordinierten Industrie- und Forschungs-Konsortium durchgeführt. Ziel von Pivot-Buoy ist es, die Stromgestehungskosten für schwimmende Windkraftanlagen erheblich zu senken. Zu den wichtigsten Vorteilen des Pivot-Buoy-Systems gehören ein geringeres Gewicht des Schwimmkörpers, schnellere und kostengünstigere Installationsprozesse und die Möglichkeit, dank des TLP-Verankerungssystems tiefere Gewässer mit minimaler Aufstandsfläche auf dem Meeresboden zu erreichen.
© IWR, 2026
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21.03.2023





