Planungen beginnen: Netzausbauprojekt Windader-West bringt 8.000 MW Offshore-Leistung nach NRW
Dortmund - Die Amprion Offshore GmbH steigt vor dem Hintergrund der ambitionierten Offshore-Wind-Ausbauziele in Deutschland in die Planungen des Energiekorridors Windader West ein.
Bis zu 8.000 MW (8 GW) Leistung aus Offshore-Windparks soll die Stromverbindung direkt nach Nordrhein-Westfalen bringen und damit in Summe den Energiebedarf von 8 Mio. Menschen decken.
Windader West umfasst die vier Offshore-Netzanbindungssysteme NOR-15-1, 17-1, 19-1 und 21-1. Die Seekabel beginnen in den Windparks in der Nordsee und führen gebündelt als Erdkabel von der Küste bis zu ihren Netzverknüpfungspunkten in der Metropolregion Rhein-Ruhr. 2032 sollen die ersten zwei GW Offshore-Leistung über eine Leitung der Windader West nach NRW fließen. Die restlichen drei Leitungen sollen in den Jahren 2033, 2034 und 2036 in Betrieb gehen. Um die Beeinträchtigungen für Mensch, Natur und Umwelt vor Ort zu minimieren, ist es geplant, die Systeme größtenteils parallel zueinander zu installieren.
Zunächst wird ein Trassenkorridor für den Verlauf der Erdkabel gesucht. Dabei setzt Amprion bereits in diesem frühen Planungsstadium auf eine umfassende Information der Träger öffentlicher Belange und der Öffentlichkeit.
Den Auftakt zum Raumordnungsverfahren für die vier Offshore-Anschlüsse bilden die Antragskonferenzen der Bezirksregierung Düsseldorf (für NRW) bzw. des Amtes für regionale Landesentwicklung Weser-Ems (für Niedersachsen) im September 2023. Erst im Jahr 2024 werden die Unterlagen für das Verfahren von Amprion eingereicht und eine Öffentlichkeitsbeteiligung durch die Behörden durchgeführt.
Die Leitungen enden an den Umspannanlagen Niederrhein in Wesel (NOR-21-1), Kusenhorst zwischen Dorsten, Marl und Haltern (NOR-15-1), Rommerskirchen in Bergheim (NOR-17-1) und Oberzier (NOR-19-1).
In der Nähe des jeweiligen Netzverknüpfungspunktes wird eine Konverterstation benötigt, die den ankommenden Gleich- in Wechselstrom umwandelt und in das Stromnetz an Land einspeist. Aktuell werden mögliche Flächen für die Konverterstandorte rund um die Netzverknüpfungspunkte ermittelt. Im Rahmen einer transparent gestalteten Standortsuche hat Amprion bereits mit den angrenzenden Kommunen Kontakt aufgenommen.
© IWR, 2026
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