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Drehpunkt bringt neues Eisman-Abrechnungsmodul auf den Markt

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Rostock – Bei drohender Netzinstabilität oder –überlastung greift das Einspeisemanagement (Eisman) mit einer Zwangsabregelung der EE-Strom-Einspeisung. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat einen Leitfaden zur Berechnung der Eisman-Entschädigung veröffentlicht. In dem neuen Modul der Drehpunkt-Betriebsführungssoftware ist dieser Berechnungsansatz bereits umgesetzt.

Die Drehpunkt GmbH aus Rostock hat ihre Betriebsführungssoftwäre Rotorsoft an das neue, von der BNetzA veröffentlichte Verfahren zur Berechnung der Eisman-Abrechnung angepasst. Im Vergleich zum bisherigen Verfahren konnten die Berechnungsschritte für den Anwender einfacher gestaltet werden.

Neues Berechnungsverfahren für Entschädigungszahlungen deutlich komplexer

Die Drehpunkt GmbH aus Rostock hat für ihre Betriebsführungssoftware Rotorsoft ein neues Modul zur Berechnung der Einspeisemanagement-Entschädigung nach dem neuen Leitfaden 3.0 entwickelt, der von der Bundesnetzagentur am 25. Juni 2018 veröffentlicht wurde.

Die wesentliche Änderung in der aktualisierten Fassung 3.0 des Leitfadens besteht in den Ausführungen zur Ermittlung der Entschädigungszahlungen für direktvermarktete EE-Anlagen. Die BNetzA zeigt dabei im neuen Leitfaden auf, wie Aufwendungen für den bilanziellen Ausgleich durch den Bilanzkreisverantwortlichen während einer Abregelung berechnet werden können. Im Vergleich zur bisherigen Fassung ist die Berechnung umfangreicher und die Berücksichtigung weiterer markt- und börsenrelevanter Daten notwendig (u.a. EPEX Day Ahead Preise, Marktwert, EPEX Intra Day ID1 Preis etc.). Die Neuerungen in der aktuellen Fassung führen damit zu einem komplexeren Verfahren zur Ermittlung der Entschädigungshöhe sowohl im Spitzabrechnungs- als auch im Pauschalverfahren, so Drehpunkt.

Drehpunkt begleitet Entstehungsprozess des BNetzA-Leitfadens

Das Modul „Eisman-V3“ in der Betriebsführungssoftware ROTORsoft der Drehpunkt GmbH deckt nach Angaben des Unternehmens die Abrechnung für die aktuelle und die bisherige Fassung ab. Zu den Funktionen des Moduls zählen das automatische Importieren von Einsätzen für eine Vielzahl von Netzbetreibern und von installierten Parkreglern sowie deren stapelweise Berechnung und Erstellung von Rechnungsvorlagen. Um den Prozess von der Berechnung bis zur Entschädigungszahlung langfristig zu optimieren, wird die Funktion stetig um bestehende und zukünftige digitale Schnittstellen zu Netzbetreibern und Direktvermarktern erweitert, so Drehpunkt.

Seit der Veröffentlichung des ersten Entwurfs zum Leitfaden in der aktualisierten Fassung 3.0 hat die DrehPunkt GmbH den Entstehungsprozess aktiv begleitet. Durch die zeitnahe Entwicklung des Moduls konnte bereits wenige Tage nach Veröffentlichung der finalen Fassung des Leitfadens eine Lösung bereitgestellt werden kann. Durch die langjährige Erfahrung bei der Berechnung von Entschädigungszahlungen aus Einspeisemanagement nach Fassung 2.1 im on- als auch offshore-Bereich konnten nach DrehPunkt-Angaben bei der Entwicklung des neuen Moduls die komplexen Schritte zur Ermittlung der Entschädigungshöhe für den Anwender vereinfacht werden.

© IWR, 2018


18.07.2018

 




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