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EEG-Ausschreibungen

EEG-Ausschreibungen Offshore-Windenergie der Bundesnetzagentur (BNetzA)

Mit der am 1. Januar 2017 in Kraft getretenen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) ist in Deutschland für Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien ein Systemwechsel von einem preisbasierten System mit festen Vergütungen auf ein Ausschreibungssystem verbunden. Als Teil des EEG 2017 ist am 1. Januar 2017 auch das Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG) in Kraft getreten. Im WindSeeG sind die Ausschreibungsmodalitäten für Offshore-Windenergieanlagen (WEA) geregelt. Die Ausschreibungen gelten für alle Offshore-WEA, die ab 2021 in Betrieb genommen werden.

Grundsätzlich ist mit den Ausschreibungen auf See ein System eingeführt worden, das eine staatliche Planung und Voruntersuchung von Offshore-Flächen vorsieht, die anschließend ausgeschrieben werden. Da jedoch einige Windparkbetreiber bereits umfangreiche Investitionen für die Planung , Projektierung und Genehmigung von Offshore-Projekte aufgewendet haben, ist das Ausschreibungsverfahren für Offshore-WEA in zwei Phasen aufgeteilt.

Für planungs- und genehmigungsrechtlich weit fortgeschrittene Offshore-Projekte, die im Zeitraum 2021 - 2015 in Betrieb gehen, greift eine Übergangshpase. Danach erfolgt die Ausschreibung im sog. "zentralen Modell".


Übergangsphase (2021 - 2025)

Im Zuge der Übergangsphase sind zwei Ausschreibungsrunden mit Gebotstermin 1. April 2017 bzw. 1. April 2018 unter bestehenden Projekten vorgesehen. Vorausseztung für den Status "bestehendes Projekt ist, dass der Offshore-Windpark bereits vor dem 1. August 2016 genehmigt oder planfestgestellt wurde bzw. ein Erörterungsterminfür das Projekt stattgefunden hat. Insgesamt umfasst das Ausschreibungsvolumen in der Übergangsphase 3.100 MW (1.550 MW pro Gebotstermin). In der ersten Ausschreibungsrunde haben vier Nordsee-Projekte mit einem Gesamtvolumen von 1.490 MW einen Zuschlag erhalten. Die Zuschlagskosten bewegen sich in einem Bereich zwischen 0,00 Cent pro Kilowattstunde (kWh) und 6,00 Cent / kWh.


Eckdaten Ausschreibungen Offshore-Windenergie 2017 (EEG 2017)

  1. Apr 2017
1. Apr. 2018
Volumen ausgeschrieben (MW)  1.550   1.550
Zuschlagsmenge (MW) 1.490   
Anzahl Zuschläge  4  
Ø Vergütungshöhe (ct/kWh)  0,44  
Hinweis: Daten: Bundesnetzagentur

 

Ausschreibungen nach dem "zentralen Modell" (ab 2026)

Ab dem Jahr 2026 erfolgen die Ausschreibungen dann nach dem zentralen Modell über eine zentrale staatliche Flächenplanung. Dazu werden vom Bundesamt für Seeschiffahrt und Hydrographie (BSH) unter Einbeziehung der Bundesnetzagentur nach einer Voruntersuchung die Flächen für künftige Offshore-Projekte in einem Flächennutzungsplan festgelegt. Des Weiteren werden Art und Zeitpunkt des Netzanschlusses geregelt. Die Bieter bewerben sich in der Ausschreibung dann auf die voruntersuchten Flächen. Beim zentralen Modell ist ein Gebotstermin pro Jahr vorgesehen. Die ausgeschriebene Leistung liegt zwischen 700 und 900 MW.

 


Bekanntmachungen Offshore-Ausschreibungen

Jahr Bekanntgabe Energiesparte
Termin Gebot
Volumen (MW)
2017        
  30.01.

Offshore-Windparks

Bekanntmachung der Ausschreibung nach § 29 WindSeeG

01.04.17 1.550

 


Chronologie EEG-Ausschreibungen Offshore-Windenergie

Jahr Datum

News EEG-Ausschreibungen Offshore-Windenergie

Medium

2017  
     
  18.04. Bundesnetzagentur beendet erste Offshore-Ausschreibung IWR Online
  30.01. Bundesnetzagentur startet erste Ausschreibung Offshore-Windenergie IWR Online
       
2016      
  01.12. Netzagentur legt Grundstein für Offshore-Ausschreibungen IWR Online

 


Themen Energiewirtschaft

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