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Pilotprojekt: Windpark Oldenbroker Feld blinkt nur noch bei Bedarf

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Oldenburg - Aus Luftsicherheitsgründen sind Windenergieanlagen ab einer Gesamthöhe von mehr als 100 Metern in Deutschland nachts durch Lichtsignale zu kennzeichnen. Blinkende Lichter werden jedoch oft als störend empfunden. Die Projekt-Firmengruppe hat in langjähriger Detailarbeit den Einsatz einer bedarfsgerechten Nachtkennzeichnung (BNK) realisiert.

Alle blinkenden Lichter werden erst dann eingeschaltet, wenn sich ein Luftfahrzeug in einer "warnrelevanten Flughöhe" unterhalb 600 m nähert. In der Gemeinde Ovelgönne, die das Vorhaben ebenso wie der Landkreis Wesermarsch von Anfang an unterstützt hat, wird von der Firma Quantec ein BNK-Luftraumüberwachungssystem betrieben, welches Impulse aussendet, die von sich nähernden Flugobjekten reflektiert werden. Die empfangenen Signale zur Berechnung der Flugroute des Luftfahrzeuges verwendet, um im Fall einer Annäherung sofort die Kennzeichnung wieder einschalten zu können.

Der Windpark Oldenbroker Feld ist deutschlandweit einer der ersten mit einer bedarfsgerechten Kennzeichnung, teilte die Projekt-Gruppe mit. Weitere Windparks sollen folgen.

© IWR, 2019

04.09.2019