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Anerkennung: TÜV Nord kann Windprojekte künftig nach IECRE OD-502 zertifizieren

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Hamburg - Als erst drittes Prüfunternehmen weltweit ist TÜV Nord für die IECRE OD-502 anerkannt worden. Das international gültige Schema deckt die Zertifizierung von Windparkprojekten ab und ergänzt damit das Schema OD-501, das die Komponenten- und Typenzertifizierung von Windenergieanlagen regelt. In einer dreitägigen Begutachtung prüften die IECRE sowie Vertreter zweier Mitbewerber die Eignung der Prozesse und Expertise bei TÜV Nord, um Windparkprojekte künftig nach der neuen IECRE OD-502 zu zertifizieren. Mit der Anerkennung kann der TÜV Nord Windparkprojekte in allen Teilabschnitten begleiten und bewerten. Das Schema eignet sich nach Angaben des TÜV insbesondere für die komplexe Zertifizierung von Offshore-Projekten.

Das Schema gebe ein standardisiertes Prüfverfahren an die Hand, das es erlaube, jedes Projektstadium, von der Entwicklung, über die Fertigung der Komponenten und den Bau der Anlage, bis hin zum Betrieb, genau zu prüfen und zu bewerten, so Dr. Britta Schacht, Senior Vice President Certification Renewables bei TÜV Nord.

Das von der International Electrotechnical Commission Renewable Energy (IECRE) initialisierte Zertifizierungssystem für erneuerbare Energie bietet zum ersten Mal ein eigenständiges Zertifizierungsschema für Windparkprojekte. Die IECRE OD-502 trat dieses Jahr in Kraft und ersetzt in der internationalen Standardreihe IEC 61400 den Teil zur Konformitätsprüfung und Zertifizierung. Die Standardreihe beschäftigt sich mit den technischen Anforderungen für die Konstruktion von Windenergieanlagen.

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30.10.2019