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EEG Konto legt im November weiter zu

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Münster - Auf dem EEG-Umlagekonto für den Ökostrom ist der Milliarden-Überschuss im November 2018 deutlich gestiegen. Stabilisiert werden die Einnahmen durch die hohen Erlöse aus dem Verkauf des EEG-Ökostroms an der Börse.

Wegen der hohen Solarstromerzeugung und der damit verbundenen Vergütungszahlungen sinkt der EEG-Kontostand regelmäßig in den Sommermonaten. Nach einem leichten Anstieg im Oktober 2018 ist der Stand auf dem EEG-Konto im November wieder stärker gestiegen.

Kontostand klettert im November 2018 um 213 Mio. Euro

Im November 2018 haben die Einnahmen die Ausgaben auf dem EEG-Konto um 213 Millionen Euro (Mio. Euro) überstiegen. Im Oktober 2018 lag das Plus bei 38 Mio. Euro, nach einem hohen Minus 413 Mio. Euro im September 2018. Die Monatseinnahmen fallen im November 2018 mit 2,15 Milliarden Euro (Mrd. Euro) gegenüber dem Oktober 2018 mit 2,2 Milliarden Euro etwas niedriger aus. Da die Monatsausgaben im November auf 1,93 Mrd. Euro gefallen sind (Oktober: 2,16 Mrd. Euro), zieht der EEG-Kontostand aber weiter an.

Unter dem Strich liegt der Saldo auf dem EEG-Konto trotz des Zubaus von EE-Anlagen im Jahr 2017/2018 am Ende des Monats November bei einem Guthaben von 3,9 Mrd. Euro. Im November des Jahres 2017 lag das Guthaben auf dem EEG-Konto bei 3,43 Mrd. Euro.

Hohe Stromerlöse sorgen für Entlastung des EEG-Kontos

Die EEG-Umlage gibt vereinfacht dargestellt die Differenz aus den Vergütungszahlung an die Betreiber von EEG-Ökostromanlagen (Ausgaben) und den Erlösen aus dem gesetzlich vorgeschriebenen EEG-Stromverkauf am Spotmarkt der Strombörse (Einnahmen) wider. Am Spotmarkt notierten die Börsen-Strompreise im Januar 2018 im Mittel noch bei 2,95 ct/kWh und erreichten im November im Durchschnitt 5,7 ct/kWh (Oktober 2018: 5,3 ct/kWh). Entsprechend höher sind die Verkaufserlöse für den EEG-Ökostrom derzeit und sorgen für eine Entlastung des EEG-Kontos.

Über die EEG-Umlage

Die Ökostromerzeugung auf der Grundlage des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) wird nicht aus Steuermitteln finanziert. Die Netzbetreiber führen ein EEG-Konto mit Einnahmen (u.a. EEG-Umlage und Erlöse aus EEG-Strom Vermarktung) und Ausgaben (u.a. Vergütungszahlungen, Kosten für IT etc.). Der EEG-Ökostrom wird an der Börse zwangsvermarktet. Dabei darf der EEG-Ökostrom paradoxerweise nicht als Ökostrom bzw. grüner Strom gehandelt bzw. verkauft werden, sondern nur als unspezifischer "Graustrom". Die offizielle EEG-Umlage für 2019 ist am 15. Oktober 2018 bekannt gegeben worden: Im nächsten Jahr liegt sie bei 6,405 ct/kWh, im Vergleich zu 2018 ist das ein Rückgang um etwa 6 Prozent (2018: 6,792 ct/kWh).


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17.12.2018

 




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