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Fundamentarbeiten für Combined-Grid Solution erfolgreich

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Berlin - Für den seeseitigen Anschluss von Offshore-Windparks an das Stromnetz werden eigene Umspannwerke benötigt. In der Ostsee wird derzeit die erste Plattform errichtet, die als Interkonnektor die Stromnetze zwischen zwei Ländern verbindet.

Mit der Verankerung der Fundamente der Umspannwerke des Offshore-Windparks Kriegers Flak wurde jetzt ein wichtiger Meilenstein erreicht. Derzeit laufen Verstärkungsarbeiten an der Verankerung, um im Mai den oberen Teil der Umspannwerke errichten zu können.

Arbeiten an den Fundamenten der Umspannwerke laufen nach Plan

Um den Offshore-Strom des zukünftigen Kriegers Flak Windparks zu sammeln und weiterzuleiten, werden auf dänischer Seite auf See zwei Umspannwerke benötigt. Die größere der beiden Plattformen dient im Rahmen der "Combined Grid Solution - Kriegers Flak" zusätzlich als Verbindungspunkt zwischen den Stromnetzen Dänemarks und Deutschlands. Jetzt konnten die massiven Schwerkraftfundamente für beide Plattformen erfolgreich in der dänischen Ostsee verankert werden.

Nachdem die beiden Fundamente im Januar in den dänischen Hafen Køge transportiert wurden, mussten für den Weitertransport an den Zielstandort zunächst geeignete Wetterbedingungen abgewartet werden. In der letzten Woche konnte das Team auf dem Installationsschiff mit dem Absenken der Fundamente beginnen. Insgesamt dauerte das Absenken eines jeden Schwerkraftfundaments zehn Stunden. Die Standorte der beiden Plattformen befinden sich acht Kilometer voneinander entfernt sein. Die größere Plattform verfügt über eine Kapazität von 400 MW, die kleinere von 200 MW.

Umspannwerk übernimmt erstmals Funktion eines Interkonnektors

Derzeit werden die Verankerung und der Ballast verstärkt, sodass alle Voraussetzungen geschaffen werden, damit das Fundament die Topside, d.h. den oberen Teil des Umspannwerkes, aufnehmen kann. Dies ist für Anfang Mai 2018 geplant. Der Interkonnektor nutzt als weltweit erster die Netzanbindungen von Offshore-Windparks für die Verbindung zweier nationaler Übertragungsnetze und kombiniert damit Windstromeinspeisung und Stromhandel. Das deutsch-dänische Gemeinschaftsprojekt wird von Energinet.dk und 50Hertz umgesetzt. Es wird durch die EU gefördert.

© IWR, 2018


27.02.2018

 




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