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Belgischer Offshore-Windpark erhält Netzanschluss

Mailand – Der Spezialist für Unterseekabel, die Prysmian Gruppe aus Italien, wird das Seekabel für den Netzanschluss des belgischen Offshore-Windpark Rentel liefern und verlegen. Das Unternehmen will verstärkt in den Sektor der Offshore-Windenergie einsteigen.

Die italienische Prysmian Gruppe ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer im Bereich Energie- und Telekommunikationskabel und –systeme. Nun hat das Unternehmen einen Vertrag über bis zu 13 Mio. Euro mit der Tideway BV für den Offshore-Windpark Regel geschlossen.

Seekabel für Rentel soll bis 2018 verlegt sein

Prysmian ist verantwortlich für die Entwicklung, Produktion und Lieferung der 33 kV Seekabel in mehreren Querschnitten, samt entsprechendem Kabelzubehör. Auch die Verlegung der Offshore-Kabel sowie die Erprobung werden von Prysmian übernommen. Die Kabel werden in der Produktionsstätte Drammen in Norwegen produziert, einem von Prysmians Kompetenzzentren für Seekabel. Die Lieferung der Kabel erfolgt voraussichtlich im Sommer 2017. Die Abschlussarbeiten sollen im Frühjahr 2018 beendet werden.

Prysmian investiert in den Offshore-Sektor

In den letzten Jahren hat Prysmian umfangreiche Investitionen in neue und verbesserte Produktions- und Installationsanlagen getätigt, um den Ansprüchen der wachsenden Offshore-Windindustrie gerecht zu werden. Die Gruppe hat ihr Angebot an Produkten und innovativen Technologien ausgebaut und die angebotenen Dienstleistungen in Produktion und Projektmanagement gestärkt. Das Unternehmen ist dabei insbesondere im Bereich der Inter-Array-Mittelspannungskabel und im Hochspannungsbereich aktiv.

Erst kürzlich gab die Grupp die Einführung des EPR-isolierten 66 kV Kabelsystems für Inter-Array-Anwendungen bekannt. Es ist die erste Kabellösung auf dieser Spannungsebene, die nach Unternehmensangaben eine Kostenreduktion von bis zu 15 Prozent für Offshore-Windparks ermöglicht. Prysmian betreibt in Arco Felice (Italien), Pikkala (Finnland) und Drammen (Norwegen) drei auf Seekabel spezialisierte Produktionsstätten. Mit erprobter Kabelschutzausrüstung und spezialisierten Einsatzteams erfolgt die Kabelverlegung mit drei eigenen Installationsschiffen: der Giulio Verne, der Cable Enterprise und der neu erworbenen Ulisse.

Über den Offshore-Windpark Rentel

Der geplante Meeres-Windpark Rengel liegt ca. 34 km vor dem Hafen von Zeebrugge und ca. 40 km vor Oosteende an der belgischen Küste. Er wird aus 42 Siemens-Windturbinen des Typs D7 bestehen und über eine Leistung von 309 Megawatt (MW) verfügen. Das Projekt wird von Rentel NV entwickelt, finanziert und betrieben. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss belgischer Spezialisten für erneuerbare Energien.

© IWR, 2016

18.10.2016