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Fundamente für Offshore-Windpark Nordsee One überpünktlich fertig

Essen - Das Installationsteam hat die Fundamente des Offshore-Windparks Nordsee One rund 40 km nördlich der Insel Juist erfolgreich gesetzt. Alle 54 Fundamente des Projektes, das zu 85 Prozent dem kanadischen Energieversorger Northland Power Inc. und zu 15 Prozent RWE International SE gehört, sind damit sechs Wochen vor dem Zeitplan vollständig fertiggestellt.

Die Fundamente wurden bereits mit den dazugehörigen Verbindungsstücken (Transition pieces) für die Errichtung der Turmsegmente ausgestattet. Der Nordsee-Windpark wird aus insgesamt 54 Windkraftanlagen des Hamburger Turbinen-Herstellers Senvion mit einer installierten Gesamtleistung von 332 Megawatt (MW) bestehen und soll nach seiner Inbetriebnahme im Jahr 2017 rechnerisch rund 400.000 deutsche Haushalte versorgen können.

Zeitplan übererfüllt - Budget eingehalten

John Brace, CEO von Northland, erklärte: „Die Fertigstellung der Errichtung der Fundamente bringt uns unserer Ziellinie bei Nordsee One einen Schritt näher. Ich möchte ausdrücklich die gemeinsamen Bemühungen des Projektteams von Nordsee One und unserer Auftragnehmer sowie unseres Partners RWE erwähnen, die ihr Äußerstes gegeben haben, um uns bis zu diesem Punkt zu bringen.“

Hans Bünting, COO Renewables bei RWE International SE, wie die Zukunftsgesellschaft von RWE übergangsweise heißt, sagte: „Wir haben diesen wichtigen Meilenstein vor dem eigentlichen Zeitplan und vor allem in dem vorgesehen Budget erreicht. Das ist für Projekte dieser Größenordnung durchaus nicht selbstverständlich und spricht für die exakte Planung und effiziente Ausführung. Diese sind das Ergebnis einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit unserem Partner Northland Power, innerhalb des Projektteams und mit unseren Kontraktoren. Darauf bin ich stolz.“

Ambau hat Monopile-Fundamente in Bremen und Cuxhaven produziert

Jedes Monopile-Fundament ist bis zu 70 Meter lang und wiegt etwa 900 Tonnen. Jeweils vier Fundamente und Verbindungsstücke wurden in Cuxhaven bei jeder Ausfahrt auf das Installationsschiff „Innovation“ geladen und dann zur Baustelle auf See transportiert. Errichtet wurden die Fundamente in Wassertiefen von 26 bis 29 Metern. Mit der Fundamentinstallation wurde die Firma GeoSea aus Belgien betraut. Produziert wurden die Monopile-Fundamente von der Firma Ambau in Bremen und Cuxhaven.

Installation der Seekabel beginnt

„Dank der guten Zusammenarbeit zwischen unserem Team und unseren Partnern haben wir in nur vier Monaten 54 Fundamente und die dazugehörigen Transition pieces errichtet. Dabei haben wir zu jederzeit die hohen, deutschen Umweltstandards eingehalten“, betont Tim Kittelhake, Geschäftsführer (COO) der Nordsee One GmbH. „In den nächsten Tagen werden wir mit der Installation der Seekabel beginnen und im Sommer das Hochsee-Umspannwerk errichten. Anfang nächsten Jahres wollen wir mit der Errichtung der Windturbinen starten.“

© IWR, 2016

19.04.2016