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Indien steigt in Offshore-Windenergie ein

Neu Delhi, Indien - Die indische Regierung plant den Einstieg in den Offshore-Windenergiesektor. Dazu will das zuständige Ministerium eine nationale Offshore-Agentur aufbauen. Politik und Industrie stehen zwar noch ganz am Anfang des Prozesses, aber das soll sich ändern.

Nachdem viele Industrieländer wie Großbritannien, Dänemark oder Deutschland bereits seit längerem auf die Offshore-Windenergie setzen, betritt mit Indien nun ein weiteres Schwellenland die Bühne. Im Gegensatz zum asiatischen Nachbarn China, der bereits erste Projekte erfolgreich an den Start gebracht hat, steht der Prozess zum Aufbau der Offshore-Windenergienutzung in Indien noch am Anfang.

Regierung gibt Anstoß auf nationaler Windenergietagung

Die Pläne der Regierung wurden im Rahmen der “National Level Consultation on National Wind Energy Mission” bekanntgegeben. Demnach unternimmt das Ministerium für neue und erneuerbare Energien derzeit Anstrengungen, um eine nationale Offshore-Windenergie Agentur aufzubauen. Diese soll dann das Windenergie-Potenzial an möglichen Offshore-Standorten des Subkontinents erheben. Der zuständige Minister Farooq Abdullah zeigte sich überzeugt, dass das Potenzial für die Windstromerzeugung aus Offshore-Anlagen gewaltig sei. Sein Ministerium werde das Kabinett in Kürze um eine entsprechenden Beschluss bitten.

Abdullah brachte auf der Tagung zudem seine Hoffnung zum Ausdruck, dass das Finanzministerium die Möglichkeiten der beschleunigten Abschreibung für Windenergie-Anlagenbetreiber wieder in das im nächsten Monat vorzulegende Zwischenbudget aufnimmt. Im weiteren Verlauf der vom Ministerium für neue und erneuerbare Energien veranstalteten Tagung wurde zudem über die Notwendigkeit einer National Wind Energy Mission diskutiert. Im Mittelpunkt steht aus Ministeriumssicht dabei die Frage, wie Hürden für die Windenergie im Land beseitigt werden können. Dazu soll in Zukunft die Vernetzung zwischen den einzelnen Akteuren noch enger gefasst werden.

13.01.2014