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Innogy-Zahlen: Stromerzeugung aus Erneuerbaren sinkt

Essen – Der in 2016 von RWE abgespaltene Energieversorger innogy hat Zahlen für die ersten drei Quartale 2017 vorgelegt. Der Konzern, der sich auf die drei Geschäftsfelder Erneuerbare Energien, Netze & Infrastruktur sowie Vertrieb konzentriert, hat im Bereich der Erneuerbaren deutlich weniger Strom erzeugt als im Vorjahr. Zudem bricht das Nettoergebnis ein.

Wie innogy selbst mitteilt, setzt das Unternehmen die Strategie für ein nachhaltiges Wachstum konsequent um. Erst Ende September hat innogy die sogenannte 4P-Strategie vorgestellt, die auf Performance, Portfolio, Position und Partnerschaft setzt. Innogy spricht nun von guten Zahlen, auch wenn das nicht bereinigte Nettoergebnis um über 60 Prozent einbricht. In ersten Analystenkommentaren ist die Rede davon, dass die Erwartungen erfüllt worden seien.

Innogy steigert bereinigtes Ergebnis trotz Umsatzrückgang - hohe Abschreibungen

In den ersten drei Quartalen 2017 hat innogy das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 5,3 Prozent auf rund 3,1 Milliarden Euro verbessert. Der Außenumsatz ist hingegen um 2,1 Prozent auf 30,8 Mrd. Euro gesunken. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) ist um 8,7 Prozent auf rund zwei Mrd. Euro angestiegen und das bereinigte Nettoergebnis hat sich in den ersten neun Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahres-Vergleichszeitraum um 27 Prozent auf 850 Mio. Euro erhöht. Im Gegensatz dazu sinkt das (nicht bereinigte) Nettoergebnis um 61 Prozent auf 389 Mio. Euro. Innogy verweist auf eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts-/Firmenwert des britischen Vertriebsgeschäfts in Höhe von 480 Mio. Euro.

Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen mit gut 42.000 Mitarbeitern unter dem Strich ein bereinigtes Nettoergebnis von über 1,2 Mrd. Euro. Für die Dividende legt der Vorstand weiterhin eine Ausschüttungsquote von 70 bis 80 Prozent zugrunde. Allerdings würden Unsicherheiten insbesondere im Zusammenhang mit dem britischen Vertriebsgeschäft bleiben, so der Energiekonzern.

Stromerzeugung aus Erneuerbaren gesunken

Speziell im Unternehmensbereich Erneuerbare Energien ist die Stromerzeung aus regenerativen Energien in den ersten neun Monaten 2017 im Vergleich zum Vorjahr um 10,4 Prozent auf 6,9 Mrd. Kilowattstunden (kWh) geusnken. Auch das bereinigte Ebit hat um 20 Prozent auf 194 Mio. Euro nachgelassen. Hier belasteten laut innogy vor allem unterdurchschnittliche Windaufkommen und Niederschlagsmengen in den ersten neun Monaten das Ergebnis. Auch der Wegfall von Einmaleffekten im Vorjahr und die Abwertung des britischen Pfunds habe sich negativ ausgewirkt. Die Inbetriebnahme neuer Onshore-Windparks hatte hingegen einen positiven Einfluss, teilt innogy mit.

Analysten zufrieden

Nach der Vorlage der Kennzahlen von innogy haben inzwischen zwei Aktienanalysten die Bewertungen für die Aktie aktualisiert. Sven Diermeier von Independent Research hat seine Einstufung mit "halten" bestätigt und das von 38 auf 43 Euro angehoben. Man begrüße unter anderem auch die Zusammenlegung der Tochter Npower mit dem britischen Vertriebsgeschäft des Versorgers SSE. Diese Entscheidung hatte innogy vor einigen Tagen mitgeteilt. Die Commerzbank stuft die innogy-Aktie weiterhin unverändert mit "hold" ein, Kursziel wird bei 36,50 Euro gesehen. Die Aktie von innogy gibt am Montag bislang um 1,4 Prozent auf 40,77 Euro nach (Börse Stuttgart).

© IWR, 2017

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