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Sturm legt Windmesse in Husum lahm

Husum/Münster – Das Sturmtief Sebastian fegt über Norddeutschland hinweg und beeinträchtigt dabei ausgerechnet die Windmesse Husum Wind. Den Messebesuchern werden Freigetränke gereicht.

Zu heftiger Wind stört ausgerechnet die Windenergie-Messe Husum Wind 2017. Vier der fünf Messehallen werden geräumt. Die Organisatoren rechnen damit, dass es sich nur um eine vorübergehende Maßnahme handelt. Am Donnerstag soll es ganz normal weitergehen.

Tief Sebastian bringt Orkanböen mit bis 105 km/h – vier von fünf Messehallen geräumt

Seit dem gestrigen Dienstag stellen rund 700 Aussteller aus der Windenergiebranche in fünf Hallen auf der Husum Wind 2017 Neuheiten und Innovationen rund um die On- und Offshore-Windenergie aus. Doch das Wetter spielt nicht mit: Deutschland befindet sich an der Südflanke des Sturmtiefs "Sebastian" mit Kern über Dänemark. Dabei gelangt frische Meeresluft nach Deutschland, in der sich der Wetterablauf laut dem Deutschen Wetterdienst unbeständig und sehr windig gestaltet. Im Nordseeumfeld stellt sich eine Unwettersituation mit orkanartigen Böen oder Orkanböen mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu über 105 Kilometer pro Stunde ein. Davon betroffen ist auch das Nordsee-Küstenstädtchen Husum in Schleswig-Holstein. Auf der traditionellen Windmesse erwarten die Organisatoren in diesem Jahr über 18.000 Besucher in den insgesamt fünf Hallen. Am frühen Nachmittag teilt die Messe Husum & Congress dann via Twitter mit, dass die Hallen 1 bis 4 wegen des Sturms für den heutigen Mittwoch geschlossen bleiben. Am morgigen Donnerstag soll der Messebetrieb wie gewohnt weitergehen. Um die Wartezeit zu verkürzen, werde man an allen Cateringständen Freigetränke ausgeben, so die Veranstalter.

Ministerpräsident Günther will Windenergie-Ausbau enger am Netzausbau knüpfen

Am Dienstagvormittag hatten Daniel Günther (CDU), Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein, und Peter Becker, Geschäftsführer der Messe Husum & Congress GmbH, den Startschuss für die 15. Husum Wind gegeben. Günther betonte: „Wir wollen die Energiewende gemeinsam mit den Menschen im Land zum Erfolg führen. Schleswig-Holstein soll Vorbild für die erfolgreiche Umstellung auf erneuerbare Energien sein. Eine Grundvoraussetzung dafür ist, dass Energie bezahlbar bleiben muss. Immer weiter steigende Stromkosten schaden der Akzeptanz und damit dem Projekt Energiewende.“ Daher müsse der Ausbau von Anlagen enger an den Ausbau der Netze geknüpft sein, so Günther.

NRW als Partnerland: Pinkwart legt restriktiven Windenergie-Erlass vor – Staatssekretär lobt Zulieferindustrie

Offizielles Partnerland der Messe ist in diesem Jahr Nordrhein-Westfalen. Stellvertretend für das Bundesland nahm Christoph Dammermann, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie, an den Eröffnungsfeierlichkeiten teil. Während NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) in NRW den neuen und in der Branche höchst umstrittenen Windenergie-Erlass mit restriktiven Abstandsregelungen vorstellt, erklärt Dammermann: „Als Zuliefererland Nummer Eins für die Onshore- und Offshore-Windindustrie spielt Nordrhein-Westfalen eine herausragende Rolle: Kaum eine Anlage weltweit dreht sich ohne Technik aus unserem Bundesland.“ Die Husum Wind biete der NRW-Wirtschaft hervorragende Möglichkeiten, sich branchenübergreifend zu vernetzen, so der NRW-Staatssekretär.

© IWR, 2017

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